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Susanne Kennedy erhält Europäischen Theaterpreis 2017

Susanne Kennedy, seit dieser Spielzeit fest assoziierte Regisseurin und Mitglied des Programmbeirats der Volksbühne Berlin, wird mit dem „Europe Prize Theatrical Realities" ausgezeichnet. Der Preis ehrt Künstler oder Theater, die sich auf originelle und innovative Weise um das europäische Theater verdient gemacht haben.

Die weiteren Preisträger sind Jernei Lorenci, Yael Ronen, Alessandro Sciarroni, Kirill Serebrennikov sowie das Theatre NO99. Hauptpreisträger des XVI. „Europäischen Theaterpreises" sind die französische Schauspielerin Isabelle Huppert und der britische Schauspieler Jeremy Irons.

Susanne Kennedy gelingt es in ihrer Arbeit, „die Verbindung zwischen Theater und anderen Kunstformen zu erforschen“, schreibt das Büro des Europäischen Theaterpreises in seiner Jurybegründung. „Sie schafft es, Schauspieler*innen, Wörter und Ideen in Bewegung zu bringen und in ihren Arbeiten miteinander zu verflechten. Dabei sind die Orte ihrer Aufführungen zu gleicher Zeit Bühne und visuelle Kunst-Installationen.“

Chris Dercon (Intendant) und Marietta Piekenbrock (Programmdirektorin) gratulieren im Namen des gesamten Volksbühnen-Teams: „Susanne Kennedy ist eine der originärsten Stimmen ihrer Generation. Ihr Theater ist wie ein Gruß aus der Zukunft. Es lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer in eine künstliche und gleichzeitig hyperreale Welt aufbrechen. Wir freuen uns auf die bevorstehende Uraufführung von Women In Trouble am 30. November und die kommenden, gemeinsamen Jahre am Rosa-Luxemburg-Platz.“

Susanne Kennedy, geboren 1977 in Friedrichshafen, wurde 2013 für ihre Inszenierung von Marieluise Fleißers Erstlingsstück Fegefeuer in Ingolstadt von der Fachzeitschrift Theater heute zur Nachwuchsregisseurin des Jahres gewählt und mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet. Mit dieser und ihrer folgenden Arbeit Warum läuft Herr R. Amok? nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder und Michael Fengler wurde Susanne Kennedy 2014 und 2015 zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen. In Zusammenarbeit mit der Ruhrtriennale entstand 2015 der Musiktheater-Parcours Orfeo und 2016 gemeinsam mit Markus Selg das multimediale Stück MEDEA.MATRIX mit Birgit Minichmayr in der Hauptrolle. An den Münchner Kammerspielen inszenierte sie zuletzt Die Selbstmord-Schwestern - The Virgin Suicides nach Motiven des Romans von Jeffrey Eugenides. Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, wo sie ab Frühjahr 2018 im Repertoire zu sehen sein wird. Zuvor inszeniert Susanne Kennedy für das Eröffnungsprogramm der Volksbühne das Stationendrama Women in Trouble.

Der Preis wird vom 12.–17. Dezember 2017 in Rom vergeben – in Zusammenarbeit mit der Association Internationale des Critiques de Théâtre, dem International Theatre Institute UNESCO, der European Festival Association sowie der Union des Académies et des Écoles de Théâtre de l’Europe E:UTSA.

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