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"Saal 600" von Kevin Barz und Paul Brody - Eine dokumentarische Sprechoper über die Nürnberger Prozesse - Oldenburgisches Staatstheater

Premiere: Samstag 13. Januar 2024, 20 Uhr, Exhalle – Technical Ballroom

01.01.2024

Jeder Angriffskrieg verstößt gegen das Völkerstrafrecht. Doch die politische Elite eines Landes dafür zu belangen, ist schwer. Nach dem Zweiten Weltkrieg schafften die Nürnberger Prozesse erstmalig das, was der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag seit zwanzig Jahren fortzusetzen versucht, nämlich Hauptkriegsverbrecher juristisch zur Verantwortung zu ziehen.

In ‚Saal 600‘ erleben wir diesen historischen Prozess aus Sicht der Simultandolmetscher:innen und damit die Ungeheuerlichkeit ihrer Aufgabe, nicht nur die eindringlichen Fragen der Ankläger zu übersetzen, sondern auch die monströsen Aussagen eines Hermann Göring oder Rudolf Hess in den Mund zu nehmen. Darunter liegt die Musik des Komponisten Paul Brody, der aus den Originaltonaufnahmen die Sprachmelodien der Prozessteilnehmenden herausgearbeitet und für ein Quartett arrangiert hat.

‚Saal 600‘ kam 2018 an den Münchner Kammerspielen zur Premiere und war eingeladen zum Körber Studio für Junge Regie am Thalia Theater in Hamburg. Fünf Jahre später, durch die weltpolitischen Entwicklungen erschreckend aktuell, wird es mit dem Oldenburger Ensemble neu erarbeitet.

Regie & Konzept Kevin Barz
Bühne & Kostüme Anika Stowasser
Komposition Paul Brody
Tonregie Daniel Dorsch
Dramaturgie Anna-Teresa Schmidt

Mit Rebecca Seidel/ Katharina Shakina/ Konstantin Gries/ Anouk Elias

Sa 13.01. 20.00 Uhr
Do 18.01. 18.00 Uhr Derzeit ausverkauft
Di 23.01. 20.00 Uhr                             
Fr 26.01. 20.00 Uhr
Sa 27.01. 20.00 Uhr                                           
Mo 29.01. 20.00 Uhr                           
Zum letzten Mal:
Di 30.01. 20.00 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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