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REIN GOLD - Musiktheater von Elfriede Jelinek/Nicolas Stemann – Uraufführung der neuen musikalischen Fassung im Staatsoper im Schiller Theater Berlin

Premiere am Sonntag, den 9. März 2014, 18:00 Uhr. -----

Mit Rein Gold hat die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek erstmals ein musikdramatisches Werk als Vorlage für einen Essay genommen: Richard Wagners Der Ring des Nibelungen. Nicolas Stemann wird diesen Text gemeinsam mit dem musikalischen Leiter Markus Poschner als Uraufführung in Szene setzen. Für beide ist es ihr Berliner Staatsopern-Debüt.

Wie schon bei den Staatsopern-Produktionen For the disconnected child (Falk Richter) und Asche-

MOND oder The Fairy Queen (Claus Guth) in der vergangenen Saison werden sich die Welten des

Musiktheaters und des Schauspiels auf eine neue Weise begegnen. Protagonisten in Rein Gold sind ein

Ensemble von fünf Sänger/innen und drei Schauspieler/innen, die groß besetzte Staatskapelle Berlin sowie die Musiker Thomas Kürstner und Sebastian Vogel, die für den analogen Synthesizer Trautonium komponiert haben.

Musikalischer Ausgangspunkt der Uraufführung ist die Musik von Richard Wagner, die nach Jelinekschem Prinzip als Material übernommen, überschrieben und neu zusammengesetzt wird. In dem Essay Rein Gold rollt Elfriede Jelinek, ausgehend vom großen Dialog zwischen Göttervater Wotan und seiner Lieblingstochter Brünnhilde im 3. Akt der Walküre, die Geschehnisse noch einmal neu auf und verlängert sie in unsere Gegenwart. In einem weitverzweigten Gedankenstrom knüpft Jelinek überraschende Zusammenhänge und kehrt doch immer wieder zu ihrem Leitmotiv zurück: der Geburt des Kapitalismus aus dem Geist eines Erlösungswahns.

Der vielfach ausgezeichnete Regisseur Nicolas Stemann (u.a. sechs Einladungen zum Berliner Theatertreffen, Regisseur des Jahres 2012 in »Theater heute«) arbeitet seit über zehn Jahren regelmäßig mit Elfriede Jelinek zusammen, deren Stücke er oft zur Ur- oder Erstaufführung brachte, so Das Werk, Babel, Ulrike Maria Stuart, Über Tiere und Die Kontrakte des Kaufmanns. Es ist nach La

Périchole 2010 an der Komischen Oper seine zweite Opernregie. Markus Poschner ist Generalmusikdirektor der Freien Hansestadt Bremen sowie Erster Gastdirigent des Deutschen Kammerorchesters Berlin und der Dresdner Philharmonie.

Musikalische Leitung

Markus Poschner

Inszenierung

Nicolas Stemann

Bühnenbild

Katrin Nottrodt

Kostüme

Marysol del Castillo

Licht

Olaf Freese

Video

Claudia Lehmann

Dramaturgie

Benjamin von Blomberg

Arrangements | Klavier

David Robert Coleman

Komposition für Elektronik/modularen Synthesizer

Thomas Kürstner

Sebastian Vogel

Schauspieler | -in

Philipp Hauß

Katharina Lorenz

Sebastian Rudolph

Sänger | Wotan

Jürgen Linn

Sängerin | Wellgunde

Katharina Kammerloher

Sängerin | Brünnhilde

Rebecca Teem

Sängerin | Flosshilde

Annika Schlicht

Sängerin | Woglinde

Narine Yeghiyan

Staatskapelle Berlin

Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Weitere Vorstellungen am 12. und 15. März, jeweils um 19:00 Uhr

Tickets unter Tel. 030 20354-555 und www.staatsoper-berlin.de

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