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"Peer Gynt" von Henrik Ibsen im Schauspiel Stuttgart

13.06.2015

Premiere am 20. Juni2015, 19.30 im Schauspielhaus. -----

„Peer, du lügst!“ So beginnt das nordische Epos des Träumers und Fantasten Peer Gynt. Die Lebensgier der Jugend und die Suche nach dem eigenen Ich ziehen den Antihelden in die Fremde. Gynt besucht die Küsten und Wüsten der Welt, macht Bekanntschaft mit Trollen und Tollhäuslern und lässt sich zum Kaiser der Narren krönen – nur den Weg zu sich selbst findet er nicht.

Gynts Reise währt ein halbes Leben lang und endet nach einem Schiffbruch auf hoher See an der Stelle, wo sie begonnen hat: vor dem Haus seiner Jugendliebe Solvejg. „Hin und zurück, ’s ist der gleiche Weg / Hinaus und hinein, ’s ist der gleiche Steg“. Peer Gynt betritt die Kammer, er ist alt geworden, während Solvejg auf ihn gewartet hat: auf einen, der scheitern musste, um am Ende Mensch zu werden.

Mit Peer Gynt schrieb Henrik Ibsen im Jahr 1867 ein „dramatisches Gedicht“, das die Frage nach den Möglichkeiten menschlicher Selbsterkenntnis auf eine bis heute gültige Formel bringt. Was als fantastisches Märchen daherkommt, ist Zeitstück, beißende Satire und faustische Weltbetrachtung zugleich.

Christopher Rüping, der Regisseur des Abends, ist mit seiner Stuttgarter Inszenierung von Das Fest zum Berliner Theatertreffen 2015 eingeladen. Mit Peer Gynt widmet er sich erneut einem Stoff, der von Adoleszenz und der Begegnung der Lebensalter berichtet. Er erzählt den „nordischen Faust“ mit Ensemble und Herrenchor als Suchbewegung im Irrgarten realer und fiktiver Biografien und als Reise hinein in die Rätsel menschlicher Existenz.

Regie Christopher Rüping

Bühne Jonathan Mertz

Kostüme Anna Maria Schories

Musik Christoph Hart

Einstudierung Chor Wilhelm Bäuml

Dramaturgie Bernd Isele

Mit Sandra Gerling, Caroline Junghanns, Svenja Liesau, Edgar Selge, Birgit Unterweger

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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