Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Pay attention!" Eine urbane Langzeitbespielung | Schauspiel Leipzig"Pay attention!" Eine urbane Langzeitbespielung | Schauspiel Leipzig"Pay attention!" Eine...

"Pay attention!" Eine urbane Langzeitbespielung | Schauspiel Leipzig

Ab 28. Maim 2022

Das Schauspiel Leipzig erklärt die Stadt zur neuen Spielstätte: Die urbane Langzeitbespielung „Pay attention!“ widmet sich dem Wandel im Stadtraum. In mehreren Projekten werden die Häutungen der Stadt in den Blick genommen, deren Leben sich nicht nur durch pandemische Monate und die Neuerungen des digitalen Wandels verändert hat. Dabei erschließt das Theater ungewöhnliche Spielorte, wie das Areal des Matthäikirchhofs, die Straßenbahnen der LVB, das Stadtarchiv oder das Institut für Zukunft (IfZ).

 

Copyright: Rolf Arnold / Schauspiel Leipzig

Wie geht es weiter mit dem urbanen Leben? Welche Strukturen werden zukünftig ‚Öffentlichkeit‘ bestimmen? Welche Leerstellen entstehen und welche Formen von Begegnung sind zukünftig in einer Stadtgesellschaft vorstellbar? Dies ist der Rahmen der Fragestellungen, die das Schauspiel Leipzig gemeinsam mit Gästen über einen längeren Zeitraum in Inszenierungen und Gesprächen vertieft.

Den Auftakt bildet am 28. Mai der Beitrag des Wiener Kollektivs DARUM auf dem Areal des Matthäikirchhofs. Inspiriert von dessen jahrhundertelanger und widersprüchlicher Geschichte entsteht in der Sauna der ehemaligen Stasi-Zentrale die immersive Performance „Letzter Aufguss“. Dort trifft das Publikum ein Figurenpersonal aus zahlreichen Schichten Leipziger Vergangenheit(en) und begegnet der Frage, wie ein künftiges Zusammenleben angesichts einer sich zunehmend aufheizenden Gegenwart gestaltet werden soll.

Im Juni führt ein „seismographischer Stadtspaziergang“ durch die Leipziger Innenstadt und geht der Frage nach, welche Veränderungen durch die letzten Monate und Jahre dort festzustellen sind. Außerdem wird das Publikum auf einer Straßenbahnfahrt mit dem Pop-up-Theater „2072“ spontan auf eine Stadtführung durch ein zukünftiges Leipzig mitgenommen.

Mit der Soloperformance „TANK“ von Doris Uhlich sowie den Eigenproduktionen „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ und „Die Leiden des jungen Azzlack“ verlässt das Schauspiel seine angestammten Spielstätten und wechselt ins Institut für Zukunft (IfZ), ins Stadtarchiv sowie ins UT Connewitz. Die Polit-Bigband Brigade Futur III und die Spielvereinigung Sued treten gemeinsam auf dem Spinnereigelände auf – und eröffnen einen Tag später das Festival OSTEN in Bitterfeld.

Publizist Jens Bisky setzt innerhalb von „Pay attention!“ die Reihe der Expertengespräche fort und diskutiert dabei den aktuellen Horizont der Erwartungen an eine Stadt – und ihre Veränderungen der letzten Jahre. Die Kuratorin Julia Schäfer blickt gemeinsam mit Gästen aus dem Programm von „Pay attention!“ und vom Stadtgeschichtlichen Museum auf das Selbstbild der Stadt Leipzig.

Und schließlich sind auch Anna-Sophie Mahlers Inszenierungen „La Bohème. Träume // Leipzig“ und „Undine“ mit ihren expliziten Leipzig-Bezügen Teil des Programms.

Das vollständige Programm inklusive der Termine findet sich unter www.schauspiel-leipzig.de

**

PREMIEREN im Rahmen von Pay attention!

Ab 28. Mai, 18.30 Uhr, Matthäikirchhof  
Letzter Aufguss
Von DARUM
Mit: Wenzel Banneyer, Thomas Braungardt, Denis Grafe, Sonja Isemer, Eidin Jalali, Andreas Keller, Dirk Lange, Markus Lerch, Christoph Müller, Michael Pempelforth, Teresa Schergaut
Regie: Victoria Halper, Kai Krösche, Ausstattung & Kostüme: Matthias Krische, Musik & Sounddesign: Kai Krösche, Dramaturgie: Laura Andreß
Weitere Vorstellungen

Ab 31. Mai, 21 Uhr, Institut für Zukunft
TANK
Konzeption: Doris Uhlich, Boris Kopeinig
Choreografie, Performance: Doris Uhlich, Dramaturgische Zusammenarbeit: Adam Czirak, Yoshie Maruoka, DJ / Text: Boris Kopeinig, Text: Doris Uhlich, Tank: Proper Space (Angela Ribera, Konstanze Grotkopp, Juliette Collas), Licht: Sergio Pessanha, Social Media: Esther Brandl, Produktion: Margot Wehinger, International Distribution: Something Great
Koproduktion tanzhaus nrw / Düsseldorf, ImPulsTanz / Wien, brut Wien
Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien
Weitere Vorstellungen

Ab 8. Juni, Straßenbahnen 3 & 7
Linie 2072
Mit: Philipp Adrian Djokić, Matthis Heinrich, Leonard Meschter, Ellen Neuser, Ronja Oehler, Ronja Rath, Laura Storz, Paula Vogel, Leonard Wilhelm
Künstlerische Leitung: Matthias Döpke, Marleen Ilg, Kostüme: Lena Bohnet
Weitere Vorstellungen

Ab 9. Juni, 18.30 Uhr, Start & Ende: Schauspiel Leipzig
System Innenstadt
Leipzig – Ein seismographischer Spaziergang (AT)
Mit: Paulina Bittner, Denis Petković
Regie: Jörg Karrenbauer, Dramaturgie: Benjamin Große
Weitere Vorstellungen
 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 19 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

SPIELTECHNISCHE RASANZ -- 6. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart unter Cornelius Meister im Beethovensaal der Liederhalle STUTTGART

Ein abwechslungsreiches Programm präsentierte das Staatsorchester Stuttgart unter der inspirierenden Leitung von Cornelius Meister im Beethovensaal der Liederhalle. Gleich zu Beginn überzeugte die…

Von: ALEXANDER WALTHER

MUSIK UND WORT VEREINT -- Rothko String Quartet im Ordenssaal bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Ende 2022 wurden die Briefe von Ingeborg Bachmann und Max Frisch im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Sehnsuchtstöne, Eifersüchteleien und Streitgespräche wechseln sich ab. Amelie Schmidt (Rezitation)…

Von: ALEXANDER WALTHER

SPHÄRENHAFTES KLANGSPEKTRUM -- Werkstattfestival Studio Neue Musik & Campus Gegenwartim Konzertsaal der Musikhochschule STUTTGART

Wieder war Neues aus den Kompositionsklassen von Prof. Marco Stroppa und Prof. Martin Schüttler zu hören. Das Konzert I stellte Kompositionen von begabten Hochschulstudenten vor. Von der Koreanerin…

Von: ALEXANDER WALTHER

IMPROVISATION ZWISCHEN JAZZ UND KLASSIK -- Quatuor Ebene Waves im Ordenssaal bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Seit über 20 Jahren feiert das Ensemble Quatuor Ebene mit Pierre Colombet (Violine), Gabriel Le Magadure (Violine), Marie Chilemme (Viola) und Yuya Okamoto (Violoncello) sowie Xavier Tribolet…

Von: ALEXANDER WALTHER

NEUES VOM SEEMANN POPEYE -- "Liebe - eine argumentative Übung" im Foyer des Kammertheaters STUTTGART

"Olivia liebte den Schwanz ihres Freundes" - so heißt es im Stück "Liebe - eine argumentative Übung" von Sivan Ben Yishai. Es geht darin um den spinatliebenden Seemann Popeye und seine Freundin Olivia…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑