Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Medea“ von Pierre Corneille als deutschsprachige Erstaufführung im theater für niedersachsen Hildesheim„Medea“ von Pierre Corneille als deutschsprachige Erstaufführung im theater...„Medea“ von Pierre...

„Medea“ von Pierre Corneille als deutschsprachige Erstaufführung im theater für niedersachsen Hildesheim

Premiere Sonntag, 3. Oktober 2021, 19 Uhr

Die Figur der Medea – die Frau, die ihre Kinder getötet hat – erzeugt noch heute Abscheu und Mitleid zugleich. Erstmals in der Antike durch

Euripides verschriftlicht, hat der Mythos durch unzählige Fassungen eine Form gefunden, die bis heute Gültigkeit zu haben scheint.

 

Copyright: Theater für Niedersachsen

Basierend auf der Fassung von Pierre Corneille aus dem Jahr 1635 gibt die Regisseurin Asli Kişlal Medea eine Stimme, mit der sie ihre eigene Geschichte erzählt. „In allen ʽMedeaʼ-Stücken, die ich kenne, ist Medea immer die, die reagiert. Obwohl sie die Handelnde ist, wird sie von den äußeren Zwängen zu Reaktionen gezwungen,“ sagt Regisseurin Kişlal. „Ihr Handeln ist also nur eine Reaktion gegenüber der Welt, die sie hasst, die sie in die Enge treibt, die sie missachtet, die sie verbannt, die sie ausraubt. Aber wer ist Medea wirklich, wenn man die äußeren Umstände weglässt?“ In Hildesheim ist Schauspielerin Linda Riebau als Titelfigur zu erleben, für die Musik zeichnet Uwe Felchle verantwortlich.

Das Schauspiel ist als Teil der diesjährigen Trilogie zu sehen. Das tfn widmet sich dem Mythos auch in der Oper und im Tanztheater. Verbindendes Element der drei Inszenierungen ist das Bühnenbild von Ausstattungsleiterin Anna Siegrot.

Karten für die Premiere sowie die weiteren Vorstellungen am Samstag, 16. Oktober und Sonntag, 24. Oktober, kosten zwischen 9 und 29 Euro und sind im Service Center (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter 05121 1693 1693 sowie auf der tfn-Website unter www.mein-theater.live erhältlich.

Am Sonntag, 31. Oktober, sind alle drei Medea-Inszenierungen an einem Tag im Stadttheater Hildesheim zu sehen, ergänzt durch ein vielfältiges Rahmenprogramm. Für Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich zwei oder alle drei Inszenierungen ansehen möchten, bietet das tfn ein Kombiticket an, mit dem die zweite und dritte Karte 50 % günstiger ist. Das Angebot ist ausschließlich im Service Center erhältlich.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

EIN BEWEGENDER FEUERREITER -- Liedmatinee - Verleihung der Hugo-Wolf-Medaille in der Staatsoper Stuttgart

Die New York Times bezeichnete das Liedduo Christian Gerhaher (Bariton) und Gerold Huber (Klavier) als "größte Liedpartnerschaft der Welt". Dies betonte Kammersängerin Christiane Iven in ihrer…

Von: ALEXANDER WALTHER

NEUE SPHÄREN IM LICHTKEGEL -- Sao Paulo Companhina de Danca im Forum am Schlosspark Ludwigsburg

Mit der Deutschen Erstaufführung von "The Eight" gedenkt der Choreograph Stephen Shropshire des 200. Geburtstags von Anton Bruckner. In den Kostümen von Fabio Namatame erklingt das Finale von…

Von: ALEXANDER WALTHER

REIZVOLLES SPIEL MIT KLASSISCHEN FORMEN -- Konzertabend beim deutsch-türkischen Forum mit Gülsin Onay und Erkin Onay im Hospitalhof STUTTGART

Sie ist Staatskünstlerin der Türkei und eine renommierte Pianistin: Gülsin Onay. Sie trat auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf. Zusammen mit ihrem Sohn Erkin Onay (Violine)…

Von: ALEXANDER WALTHER

EXPLOSIVE KLANGMISCHUNG -- "Eine florentinische Tragödie" von Alexander Zemlinsky bei NAXOS (BR KLassik)

Nicht sonderlich erfolgreich geriet die Stuttgarter Uraufführung der einaktigen Oper "Eine florentinische Tragödie" von Alexander Zemlinsky im Jahre 1917 unter der Leitung von Max von Schillings. In…

Von: ALEXANDER WALTHER

Die ganze Wahrheit? -- „True Crime“ - Andrey Kaydanovskiy | Hege Haagenrud | Demis Volpi in der Deutschen Oper am Rhein

Drei tänzerische Perspektiven zu Wahrheit und Fiktion: Andrey Kaydanovskiy „Chalk“, Hege Haagenrud „The Bystanders“, Demis Volpi „Non-Fiction Études“  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑