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Johann Strauss, "Die Fledermaus", Mainfranken Theater Würzburg

Premiere: 17. November 2012 | 19.30 Uhr | Großes Haus. -----

Johann Strauss verortet seine Fledermaus „in einen Badeort in der Nähe einer großen Stadt“ und verlegt damit die Handlung in die Zeit seiner Entstehung, in die 1870er Jahre. Das Wien die besagte „große Stadt“ sein muss, darüber ist man sich heute einig.

Folglich hat sich Die Fledermaus als Wiener Operette etabliert. Sie entstand in einer Zeit, die durch Turbulenzen an der Börse und eine Finanzkrise gezeichnet war. So wurde die Textzeile „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“ zum süß klingenden Sinnbild einer Epoche, die mit größter Lust am Abgrund ihres eigenen Untergangs tanzte.

Gabriel von Eisenstein muss wegen der Beleidigung einer Amtsperson für ein paar Tage ins Gefängnis. Sein Freund Falke will sich an ihm für eine zurückliegende Übeltat rächen und nimmt ihn mit auf eine Festlichkeit beim Prinzen Orlofsky. Es wird ein rauschendes Fest mit illustren Gestalten, die sich tatkräftig an die Erfüllung geheimer Sehnsüchte wagen. Am Ende sehen sich alle im Gefängnis wieder.

Johann Strauss´ Die Fledermaus gehört zu den meist gespielten Operetten auf deutschen Bühnen. Mit dem Libretto von Richard Genée wurde sie am 5. April 1874 am Theater an der Wien uraufgeführt.

Auf der Würzburger Bühne wird Die Fledermaus, in der Verwirrungen und Maskierungen als Teil der Handlung an der Tagesordnung sind, nicht in eine aufgesetzte Modernität gehüllt, sondern zieht ihren Charme und Witz aus einem frech und spielfreudig agierenden Ensemble sowie einer individuellen Ausstattung in Kostüm und Bühnenbild.

Regisseur Georg Rootering stellt in seiner Inszenierung, im Sinne der Nestroy´schen Komödie, in der Szene des Gerichtsdieners Frosch den direkten Bezug zur Stadt Würzburg her. Hierfür hat der ehemalige Würzburger Schauspieler Christian Higer, gebürtiger Wiener, den Weg auf die Mainfränkische Bühne zurück gefunden. Rooterings Fledermaus verspricht einen unmaskierten, amüsant-turbulenten Theaterabend, voller Witz und mit Ohrwurmgarantie. Operette pur.

Text von Richard Genée nach der Komödie Le Réveillon von Henri Meilhac und

Ludovic Halévy

Team:

Musikalische Leitung Andrea Sanguineti

Inszenierung Georg Rootering

Bühne Bernd Franke

Kostüme Götz Lanzelot Fischer

Choreografie Ivan Alboresi

Choreinstudierung Markus Popp

Dramaturgie Beate Kröhnert

Mit:

Gabriel von Eisenstein, Rentier Daniel Fiolka

Rosalinde, seine Frau Silke Evers / Karen Leiber

Frank, Gefängnisdirektor Johan F. Kirsten

Prinz Orlofsky Sonja Koppelhuber / Barbara Schöller

Alfred, sein Gesangslehrer Joshua Whitener

Dr. Falke, Notar Uwe Schenker-Primus a. G.

Dr. Blind, Advokat Kenneth Beal

Adele, Stubenmädchen Rosalindes Anja Gutgesell

Ida, ihre Schwester Stamatia Molloudi a. G.

Frosch, Gerichtsdiener Christian Higer a. G.

Ivan, Kammerdiener des Prinzen Paul Henrik Schulte

Opernchor und Ballett des Mainfranken Theaters Würzburg

Philharmonisches Orchester Würzburg

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