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"Gretchen 89ff" von Lutz Hübner am Staatstheater Darmstadt

Premiere 24. Oktober | 20 Uhr | Kammerspiele

 

Wer schon immer einmal wissen wollten, wie es hinter den Kulissen des Theaterbetriebs zugeht, was Schauspieler eigentlich vormittags machen und mit welchen Aussagen man Regisseure zur Weißglut bringt, der sollte sich die amüsante und facettenreiche Satire von Lutz Hübner, dem meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatiker, nicht entgehen lassen.

Erstmals inszeniert der Schauspieldirektor Martin Apelt am Staatstheater Darmstadt selbst: ein Schauspiel über das Schauspiel – das Making Of des Klassikers Faust.

 

Die beispielhafte Versuchsanordnung hierzu: Faust I, die Kästchenszene, Seite 89 folgende. Aber wie soll man das bloß inszenieren? Zwischen Aschenbechern, Augentropfen, Kaffeetassen und der Holzdose „Dannemann Import Kuba“ entspinnt Lutz Hübner seine Betrachtungen über die unseligen und vor allem unzähligen Kombinationen von Regie und Schauspiel. Hier treffen selbstverliebte Regisseure, narzisstische Diven, blutige AnfängerInnen und entnervte Spielleiter aufeinander.

 

Daneben entschlüsselt sich ein subtiles System von Hierarchien, das zeigt: Auch im vermeintlich lockeren Theaterbetrieb regiert das Prinzip Macht. Schon Goethe wusste über die Theatermenschen zu sagen: „Es scheint, als wenn sie nichts so sehr zu erhalten suchten als das Majestätsrecht ihrer persönlichen Willkür.“

 

Inszenierung Martin Apelt

 

Mit Anne Hoffmann | Tino Lindenberg, Harald Schneider, Uwe Zerwer

 

Weitere Vorstellungen 31. Oktober | 20 Uhr | Kammerspiele

13. und 28. November | 20 Uhr | Kammerspie-le

 

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