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Giacomo Puccini, MADAMA BUTTERFLY, Mainfranken Theater Würzburg Giacomo Puccini, MADAMA BUTTERFLY, Mainfranken Theater Würzburg Giacomo Puccini, MADAMA...

Giacomo Puccini, MADAMA BUTTERFLY, Mainfranken Theater Würzburg

Premiere: 28. September 2014 | 19.30 Uhr | Großes Haus. -----

Der Komponist selbst bezeichnete die 1904 uraufgeführte Oper als seine liebste und beste. Die Geschichte siedelte er in einem Land im fernen Osten an: Jahrhunderte lang hat man sich hier abgeschottet gegen die Einflüsse westlicher Kulturen und vor dem Eifer christlicher Missionare.

 

Doch irgendwann war diese selbstauferlegte Isolation nicht mehr aufrecht zu erhalten und so kamen mehr und mehr Fremde in das Land.

 

Von diesem Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen erzählt Giacomo Puccinis Madama Butterfly. Was wie ein Spiel zwischen der japanischen Geisha Cio-Cio-San und dem amerikanischen Marineleutnant Pinkerton beginnt, wird schließlich bitterer Ernst, denn Cio-Cio-San hält bis zur letzten Konsequenz an ihrer Liebe zu Pinkerton fest, obwohl dieser sich in seiner Heimat längst eine neue Frau gesucht hat.

 

Diesen „Clash of Cultures“ bringen zwei international agierende Künstler auf die Bühne im Mainfranken Theater: Zum ersten Mal inszeniert in Würzburg die gefeierte Regisseurin und Choreografin Arila Siegert. An ihrer Seite ist der renommierte Architekt, Buchautor und Bühnenbildner Hans Dieter Schaal. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Enrico Calesso. Der Kostümdirektor Götz Lanzelot Fischer komplettiert das Kreativteam und gestaltet Gewänder, die den Originalen dieser Zeit nachempfunden sind.

 

Die Sopranistin Karen Leiber schlüpft in die Rolle der Geisha Cio-Cio-San. Als schneidiger Marineoffiziert Pinkerton ist der junge Tenor Bruno Ribeiro zu erleben. Er ist auf internationalen Bühnen ein gern gesehener Gast. Für Madama Butterfly ist es gelungen, den jungen Portugiesen zum ersten Mal nach Würzburg zu holen.

 

Japanische Tragödie in zwei Akten

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Schauspiel von David Belasco und der Novelle von John Luther Long Kritische Neuausgabe von Ino Turturo und Michael Mautner

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

 

TEAM

Musikalische Leitung: Enrico Calesso

Inszenierung: Arila Siegert

Bühne: Hans Dieter Schaal

Kostüme: Götz Lanzelot Fischer

Licht: Roger Vanoni

Choreinstudierung: Michael Clark

Dramaturgie: Christoph Blitt

 

MIT

Madama Butterfly (Cio-Cio-San): Karen Leiber

Suzuki, Dienerin der Cio-Cio-San: Sonja Koppelhuber

F. B. Pinkerton, Leutnant der Marine der USA: Bruno Ribeiro

Sharpless, Konsul der Vereinigten Staaten in Nagasaki: Daniel Fiolka

Goro, Heiratsvermittler: Joshua Whitener

Kate Pinkerton: Barbara Schöller

Yakusidè: Taiyu Uchiyama

Der Onkel Bonzo: Hyeong-Joon Ha

Der Fürst Yamadori: Deuk-Young Lee

Der kaiserliche Kommissar: Chul Hwan Yun

Der Standesbeamte: Ivan Dantschev

Die Mutter von Cio-Cio-San: Gundula Horn-Bayh

Die Tante von Cio-Cio-San: Hiroe Ito

Die Kusine von Cio-Cio-San: Sua Baek

Das Kind: Bastian Bank / David Siebert

Dolore, Sohn der Cio-Cio-San: Viola Amoneit / Mila Michel

 

Opernchor und Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg

Philharmonisches Orchester Würzburg

 

BIOGRAFIEN

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Anschließend besuchte er die Dirigierklasse von Uroš Lajovic an der Universität Wien. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er dort zum Generalmusikdirektor ernannt.

 

Enrico Calesso dirigierte unter anderem die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, die Filarmonia Veneta Malipiero, das Philharmonische Orchester Rzeszów sowie die Sinfonietta Baden. Daneben dirigierte er bei den Bregenzer Festspielen mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos Andrea Chénier und am Theater Bern von Giuseppe Verdis Macbeth.

 

Arila Siegert kommt vom Ausdruckstanz. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Gret Palucca in Dresden. Ihr erstes Engagement bekam sie 1971 in Berlin am Tanztheater der Komischen Oper. 1979 ging sie als Solistin an die Staatsoper Dresden. 1987 gründete sie am Dresdner

Staatsschauspiel ihr erstes Tanztheater, später leitete sie die Tanzsparte am Anhaltischen Theater Dessau. Soloabende mit eigenen Choreografien führten sie um die ganze Welt. Abendfüllende Ballette entstanden in Berlin, Leipzig, Köln und Wien. Sie arbeitete zusammen mit Ruth Berghaus und Peter Konwitschny und leitete die Bauhausbühne Dessau. Ihre erste Opernregie war Verdis Macbeth in Ulm 1998. Seitdem entstanden über vierzig weitere Inszenierungen. 2014 gab sie mit der Zauberflöte in Florida ihr Regiedebüt in den USA. Arila Siegert erhielt den Tanzpreis der Kritiker sowie das Bundesverdienstkreuz und ist Mitglied der Akademien der Künste in Berlin und Dresden. Madama Butterfly ist ihre erste Arbeit

am Mainfranken Theater Würzburg.

 

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