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"Furcht und Zittern", Singspiel von Händl Klaus und Lars Wittershagen, Tiroler Landestheater Innsbruck

Premiere 29.05.2010, 20.00, Kammerspiele

„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen haben keine Lieder.“ Manfred Horni, ehemaliger Lehrer für Musik, mag dieses Sprichwort. Und er mag Kinder, hält sich aber von ihnen fern, seit ihm in einem Prozess vorgeworfen wurde, er habe seine Schüler sexuell missbraucht.

Zwei Jahre Gefängnis und den Beruf hat ihn das gekostet. Jetzt lebt er verheiratet und zurückge¬zogen ein ruhiges Leben. Bis plötzlich, um 4 Uhr früh die Polizei vor der Tür steht, ihn darüber informiert, dass gegenüber ein Kinderheim gebaut werden soll und ihn aus dem Haus wirft: Zur Sicherheit. Da sitzt er nun – auf der Straße; und sieht sich nicht nur mit seiner verständnisvollen Gattin, sondern auch mit dem ihn bewachenden Polizistenliebespärchen und einer fröhlichen Kinderschar samt Pädagogin konfrontiert.

Händl Klaus, vielfach ausgezeichneter Innsbrucker Dramatiker und Filmemacher, wagt sich mutig in vermintes Gebiet vor und behandelt ein aktuelles Tabuthema auf ungewöhnliche Weise. Denn er macht daraus kein Problemstück, sondern ersinnt eine eigenwillige Geschichte, die sich vor allem damit beschäftigt, was passiert, wenn Privates ins Öffentliche kippt. Schuldzuweisungen im klassischen Sinne fehlen. Ihn interessieren mehr die (sprachlichen) Unter-, Zwischen- und Misstöne, die dieses Thema begleiten. „Wort und Musik, Gesang und Sprechgesang gehen hier eine enge, skurrile Verbindung ein und ziehen das Abgründige so sehr ins Absurde, dass es erst auf den zweiten Blick seinen Schrecken zeigt.“ (Süddeutsche Zeitung)

Regie: Elisabeth Gabriel

Musikalische Leitung: Hansjörg Maringer

Bühne und Kostüme: Vinzenz Gertler

Einstudierung Kinderchor: Judith Keller

Choreographie Kinderchor: Martine Reyn

Mit

Frank Roeder

Janine Wegener

Petra A. Pippan

Gerhard Kasal

Martina Dähne

Thomas Lackner

Stefan Riedl

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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