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"Exercices du Silence" - Monodram von Brice Pauset - Staatsoper Berlin im Schiller Theater

15 Jan 2011 | 20.00 Uhr, Werkstatt

Über 300 Jahre alte Briefe und neueste Musik müssen sich keinesfalls ausschließen.

Das Libretto zu Brice Pausets (*1965) jüngstem szenischen Werk »Exercices du Silence« ist ein kammernopernartiges Monodram und basiert auf den Schriften der jungen Adligen Louise du Néant. Nach seiner konzertanten Uraufführung in Paris mit Salome Kammer erfährt es nun auf der Werkstattbühne des Schiller Theaters seine erste szenische Aufführung in der Regie unter Reinhild Hoffmann.

Louises religiöse Ekstasen werden nicht nur musikalisch wiedergegeben, sondern spiegeln sich in ihren symbolischen Bezügen auch strukturell im Werk wieder. Im elektronischen Raumklang werden sie beispielsweise in einer doppelt fünffachen Dornenkrone abgebildet. Ihre selbsterduldeten Leiden folgen einem göttlichen Plan und führen die junge Frau in mystische Abgründe. Die Reichweite ihrer Symptome, die sie dabei schildert, bestimmt den Kern der Dramaturgie sowohl theatralisch als auch musikalisch. Hier reduziert sich das Geschehen mit einer einzelnen Singstimme und einem Klavierpart auf das Notwendigste, wobei eine wichtige Bedeutung der Live-elektronischen Stimme zukommt, die vom renommierten Institut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) aus Paris realisiert wird.

Seit 2009 hat der französische Komponist Brice Pauset eine Professur für Komposition am renommierten Institut für Neue Musik an der Musikhochschule Freiburg i. Brsg. inne.

ein Auftragswerk des IRCAM-Centre Pompidou, Festival d'Automne à Paris

Inszenierung

Reinhild Hoffmann

Ausstattung

Mark Lammert

Sopran

Salome Kammer

Klavier

Benjamin Kobler

IRCAM | Musikinformatik

Olivier Pasquet

IRCAM | Toningenieur

Maxime Le Saux

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