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"Die Goldberg-Variationen" von George Tabori im Staatstheater Karlsruhe

14.01.2007

Deutsch von Ursula Grützmacher -Tabori,

Premiere Sa. 20.1. 2007 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus.

An einem Jerusalemer Theater will der tyrannische Regisseur Mr. Jay mit Hilfe des Regieassistenten Goldberg Geschichten aus der Bibel auf die Bühne bringen, doch der alltägliche Probenwahnsinn verursacht Chaos vor, hinter und auf der Bühne...

Tabori verschränkt in seinem 1991 uraufgeführten Drama die beiden Ebenen ‘Theater’ und ‘Altes Testament’ so gekonnt, dass sie sich an keiner Stelle des Textes trennen lassen: So wird gleichzeitig das Alte Testament zur Inszenierung eines monomanischen Gottes und der Raum des Theaters zum Kosmos eines egozentrischen Regisseurs. Das Welttheater zeigt sich als Abbild der Schöpfung, die göttlichen Dramen als Theater. Doch Tabori weist weit über eine pure Theaterparodie oder einen harmlosen theologischen Schwank hinaus: Sein Stück ist auch ein bittersüßes Spiel über die Unmöglichkeit, Gott und Auschwitz zu fassen.

Regie: Hermann Beil | Bühne: Hermann Beil | Kostüme: Ursina Zürcher

 
Mit: Lisa Schlegel (Terese Tormentina, Ernestina van Veen, Mrs. Mopp, Sarah), Stefan Viering (Mr. Jay, der Regisseur, Aaron), Timo Tank (Goldberg, sein Assistent, Abraham), André Wagner (Raamah, Isaak, Stimme aus dem Lautsprecher)

 
Weitere Vorstellungen: 26.1., 2.2. und 9.2.2007

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