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"Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht | mit Musik von Kurt Weill im Staatstheater Darmstadt

Premiere 31.5.2018, 19:30 Uhr | Großes Haus

Abrechnung. Die Dreigroschenoper rechnet ab mit der bürgerlichen Moral. Die Geschichte des Kampfes zwischen dem Chef der Bettlermafia Jonathan Peachum und dem Kopf der Gangsterplatte Macheath zeigt nicht nur wie brutal der Kapitalismus in Londons Soho herrscht. Vielmehr wird deutlich, was das eigentlich bedeutet, wenn der Wahlspruch lautet "Ein guter Mensch sein! Ja, wer wär's nicht gern?".

Die Menschen in diesen Verhältnissen lassen alles fahren, was hinderlich wäre, um im Existenzkampf zu bestehen. Diese bedrängten Menschen rächen sich. Zum einen in ihren Phantasien wie im berühmten Lied der Seeräuber-Jenny, in dem Gewalt als Gegengewalt attraktiv wird. Zum anderen rächt sich das Künstlerduo Brecht und Weill mit Intelligenz und grandezza an einer nur dem Schein nach anständigen Welt, indem es in der Dreigroschenoper die Schönheit des Vermischten und Unreinen feiert. Jazz, Unterhaltungsmusik, Oper und Operette werden mit Schauspiel zu einer neuen Form der lehrreichen Unterhaltung verschmolzen.

Regie
    Philip Tiedemann
Musikalische Leitung
    Michael Nündel
Bühne und Kostüme
    Norbert Bellen
Dramaturgie
    Karoline Hoefer
Choregrafie
    Sabine Winbeck

Macheath, genannt Mackie Messer
    Martin Bruchmann
Jonathan Jeremiah Peachum
    Hubert Schlemmer
Celia Peachum, seine Frau
    Katharina Abt
Polly Peachum, seine Tochter
    Louisa von Spies
Tiger-Brown, Polizeichef von London
    Béla Milan Uhrlau
Lucy Brown, seine Frau
    Yana Robin la Baume
Die Spelunken-Jenny
    Anna Böger
Ein Moritatensänger
    Uli Pleßmann
Filch
    Mathias Znidarec
Smith
    Mathias Znidarec
Pastor Kimball
    Hubert Schlemmer
Münzmatthias (Platte)
    Stefan Schuster
Trauerweidenwalter (Platte)
    Yana Robin la Baume
Hakenfinger Jakob (Platte)
    Uli Pleßmann
Sägerobert (Platte)
    Hans-Christian Hegewald
Seiden-Betty (Hure)
    Anna David
Leinen-Dolly (Hure)
    Anna Heldmaier
Der reitende Bote
    Uli Pleßmann

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