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DIE DIEBISCHE ELSTER (LA GAZZA LADRA) von Gioacchino RossiniAN DER OPER FRANKFURT

22.03.2014
Kategorien: DeutschlandNews

Premiere Sonntag, 30. März 2014, um 18.00 Uhr im Opernhaus. -----

Nach dem Erfolg seiner Aschenputtel-Vertonung La Cenerentola hielt Gioacchino Rossini (1792-1868) nach einem neuen Stoff Ausschau und wurde auf das erfolgreiche und vielgespielte Boulevardstück La Pie voleuse (1815) des französischen Autorenduos d‘Aubigny / Caigniez aufmerksam.

Der bislang unerfahrene Librettist Giovanni Gherardini schrieb nach dieser Vorlage einen Operntext, den Rossini in der Tradition der Opera semiseria vertonte, welche tragische mit heiteren Handlungselementen mischte. Die musikalische Charakterisierung der handelnden Personen jedoch weist weit über die Entstehungszeit hinaus. Die diebische Elster kam am 31. Mai 1817 an der Mailänder Scala zur Uraufführung und wurde rasch in ganz Europa nachgespielt. Aus den Aufzeichnungen der Oper Frankfurt geht hervor, dass das Werk hier zuletzt 1848 gezeigt wurde.

Zur Handlung: Ninetta ist Dienstmädchen im Hause eines reichen Pächters und mit dessen Sohn Gianetto verlobt. Als der junge Mann aus dem Krieg heimkehrt, ist sie überglücklich, denn nun soll Hochzeit sein. Gleich darauf jedoch fällt ein schlimmer Verdacht auf das Mädchen: Die Frau des Pächters vermisst einen silbernen Löffel, und alle Umstände sprechen gegen Ninetta. Sie wird verhaftet und soll nach geltendem Kriegsrecht hingerichtet werden. Doch im letzten Moment wird die wahre Schuldige entdeckt, eine „diebische Elster“. Erleichtert schließen sich die Verliebten in die Arme.

„Never change a winning team“, dieses im angelsächsischen Sprachgebrauch übliche Sprichwort kommt einem in den Sinn, wenn man sich Dirigent und Regisseur dieser Neuproduktion näher betrachtet, haben doch der musikalische Leiter Henrik Nánási – welcher seit 2012 als GMD an der Berliner Komischen Oper wirkt – und der international tätige Regisseur David Alden hier 2011/12 bereits Chabriers Operette L’Étoile gemeinsam herausgebracht. Eine Verbindung gibt es auch zwischen der jungen britischen Sopranistin Sophie Bevan (Ninetta) und der Oper Frankfurt: 2013 gewannen beide einen der durch das englischen Fachmagazin Opera erstmals verliehenen International Opera Awards – Bevan als beste Nachwuchssängerin und Frankfurt als bestes Opernhaus. Gleichfalls sein Hausdebüt gibt der in Neuseeland aufgewachsene Bariton Jonathan Lemalu, dessen Eltern aus Samoa stammen. Der Sänger ist als Interpret der Werke Mozarts und Händels international erfolgreich. Bis 2012/13 war der argentinische Tenor Francisco Brito (Gianetto) Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt und kehrt nun zurück an den Main. In den übrigen Partien sind weitere Gäste sowie Mitglieder des Ensembles, des Chores und des Studios besetzt.

Melodramma in zwei Akten von Gioacchino Rossini

Text von Giovanni Gherardini

nach Théodore Baudouin d’Aubigny und Louis-Charles Caigniez

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Henrik Nánási

Inszenierung: David Alden

Bühnenbild: Charles Edwards

Kostüme: Jon Morrell

Licht: Olaf Winter

Choreografie: Maxine Braham

Videodesign: Bibi Abel

Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Chor: Matthias Köhler

Ninetta, Dienstmädchen: Sophie Bevan

Fernando Villabella, ihr Vater: Jonathan Lemalu

Fabrizio Vingradito: Franz Mayer

Lucia, seine Frau: Katarina Leoson

Gianetto, sein Sohn: Francisco Brito

Gottardo, Bürgermeister: Kihwan Sim

Isacco, Händler: Nicky Spence

Pippo, Bauernbursche: Alexandra Kadurina

Antonio, Kerkermeister: Michael McCown

Giorgio, Diener des Bürgermeisters: Iurii Samoilov

Ernesto: Thomas Charrois

Amtsrichter: Carlos Krause

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Weitere Vorstellungen: 4., 6., 12., 17., 20., 26. April, 4. Mai 2014

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr

Preise: € 13 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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