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"Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung", Oper von Viktor Ullmann am Landestheater Linz

Premiere 18. Februar 2010 um 19.30 Uhr in den Kammerspielen

 

Der Kaiser von Atlantis hat ein Problem: In seiner grenzenlosen Macht hat er den Krieg aller gegen alle erklärt, doch der Tod verweigert seinen Dienst.

 

 

 

Auf dem Schlachtfeld begegnen sich ein Soldat und ein Mädchen aus gegnerischen Lagern und verlieben sich ineinander, statt sich gegenseitig umzubringen. Der Tod bietet dem Kaiser ein Geschäft an: Er werde seine Arbeit nur unter der Bedingung wieder aufnehmen, dass der Kaiser als Erster mit ihm kommt. Der Herrscher folgt ihm, die erlöste Menschheit begrüßt den zurückerhaltenen Tod.

 

Für den jüdischen Komponisten und Arnold-Schönberg-Schüler Viktor Ullmann (1898 – 1944) war das sagenhafte Atlantis mehr als nur eine Legende. In seiner Oper, die er 1943 im Ghetto Theresienstadt schuf, wird Atlantis zur Metapher für Nazi-Deutschland. Der Kaiser von Atlantis ist ein grausamer Herrscher, der seine Untertanen in den Krieg treibt, bis der Tod ihm die Gefolgschaft verweigert.

 

Im Herbst 1944 wurden Viktor Ullmann, sein Librettist Peter Kien und ein großer Teil des Theresienstädter Ensembles nach Auschwitz deportiert, bevor die Oper zur Uraufführung gelangen konnte.

 

Spiel in einem Akt

Libretto von Peter Kien

 

Musikalische Leitung

Ingo Ingensand /

Daniel Linton-France

Inszenierung

Rainer Mennicken

Bühne und Kostüme

Silke Fischer

Dramaturgie

Julia Zirkler

 

Besetzung

Kaiser Overall

Martin Achrainer

Der Lautsprecher

Leopold Köppl

Der Tod

Nikolai Galkin

Harlekin

Hans-Günther Müller

Ein Soldat

Iurie Ciobanu

Bubikopf

Teresia Bokor

Der Trommler

Elsa Giannoulidou

 

Bruckner Orchester Linz

Ballettkompagnie des Landestheaters Linz

 

 

 

 

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