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Astor Piazzolla: "María de Buenos Aires" - Oper Köln

Premiere am Samstag, 24. Mai 2025 um 19:30 Uhr in Saal 2 des Staatenhauses

22.05.2025
Kategorien: Deutschland, News, Oper

Astor Piazzolla war der König des argentinischen Tango Nuevo. Seit den 1950er Jahren verband er den alten Tango aus den Bars und Straßen von Buenos Aires mit Einflüssen klassischer und moderner Musik, mit Jazz und Pop, und brachte ihn mit scharfen Rhythmen, ungewöhnlichen Klangkombinationen und markanten Akkorden zu ganz neuen Ausdrucksformen, die weit über die Grenzen der reinen Tanzmusik hinausgehen.

© Thilo Beu

Zentrum blieb dabei immer der besondere Charakter des Bandoneons, ursprünglich ein Instrument aus dem Rheinland, das aber erst durch Piazzollas Tangos so richtig berühmt wurde. Als Piazzolla auf den Dichter und Journalisten Horacio Ferrer traf, wurde dessen kraftvolle, poetische Sprache ein neues wegweisendes Element von Piazzollas Tango. Ihr berühmtestes gemeinsames Werk ist „María de Buenos Aires“ aus dem Jahr 1968, eine „Tango-Operita“. Keine Tango-Show, sondern ein poetisches Musiktheater über den Mythos der Stadt Buenos Aires und ihre Menschen, ganz besonders ihre Frauen.

María verkörpert die Vorstadt, die Leidenschaft, die Liebe. Sie ist Heilige und Sinnbild der Stadt Buenos Aires. Begleitet wird María von einem Sänger und dem Erzähler „El Duende“. Geboren in der Vorstadt, wächst sie in sieben Tagen auf, geht in die Stadt, wo sie aber ziel- und haltlos bleibt. Ihre Sprache ist der Tango. In der Unterwelt der Stadt wird sie dazu verdammt, auf ewig als Schatten umherzustreifen. Bis zur Auferstehung ist der Weg noch weit und ereignisreich. Doch auferstehen wird sie immer wieder neu. Als surrealistisches Tango-Märchen haben Piazzolla und Ferrer ihre Liebeserklärung an die Stadt Buenos Aires geschrieben, eine Stadt der unendlichen Facetten und des ständigen Wandels. Dabei spielt auch die politische Dimension einer von Diktatur und Widerstand geprägten Stadt eine Rolle.

Die musikalische Leitung übernimmt die junge argentinische Dirigentin Natalia Salinas, es inszeniert die in Buenos´Aires geborene und in der Schweiz lebende Choreografin und Regisseurin Teresa Rotemberg.

Operita in zwei Teilen
Libretto von Horacio Ferrer
In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung
Natalia Salinas
Inszenierung & Choreographie
Teresa Rotemberg
Kostüme
Tanja Liebermann
Licht
Andreas Grüter
Video
Stefan Bischoff
Dramaturgie
Stephan Steinmetz

María
Adriana Bastidas-Gamboa
Cantador
Germán Enrique Alcántara
El Duende
Tatiana Saphir
Tanzensemble
Viola Cantù / Oskar Eon / Alex Huynh / Jacqueline Krell / Raquel Lanziner / Christian Meusel / Juan Camilo Rojas Arevalo / Mandy Smits
Sprechchor
Midian Abeler / Eva Arteaga / Tanja Baumgart / David Eicler / Susan Fararuni / Agnes Fischer / Silke Natho / Tobias Novo / Tom Wirtz
Bandoneon
Omar Massa / Lothar Hensel

Gürzenich-Orchester Köln

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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