Franz Wille, Chefredakteur von „Theater heute“, beschreibt den Abend folgendermassen: „Bei Kleist ist Verwechslung und Verdoppelung die Ausnahme von der Regel; in Karin Henkels Zürcher „Amphitryon“ funktioniert es genau andersherum: Der Wunsch nach dem einmaligen, identischen Ich ist der Sonderfall, der den Rahmen sprengt und am Ende gar nicht mehr aufgeht. Es fehlt nämlich beim finalen Durchzählen ein Schauspieler: Für sechs Rollen sind nur fünf Akteure auf der Bühne. Wie soll da jeder ein anderer und gar ein eigener sein?“
„AMPHITRYON UND SEIN DOPPELGÄNGER“ IM SCHAUSPIELHAUS ZÜRICH IST „INSZENIERUNG DES JAHRES“
30.08.2014
Bei der alljährlichen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Theater heute“ wurde AMPHITRYON UND SEIN DOPPELGÄNGER in der Regie von Karin Henkel zur „Inszenierung des Jahres“ gewählt. Der Abend feierte am 27. September 2013 im Pfauen Premiere und wurde in diesem Jahr bereits als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen des Jahres zum Berliner Theatertreffen sowie zum 1. Schweizer Theatertreffen eingeladen.

