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59. Berliner Theatertreffen

vom 6. bis 22. Mai 2022

Im Zentrum des Theatertreffens steht die 10er Auswahl: Zehn bemerkenswerte Inszenierungen, die jedes Jahr von einer unabhängigen Kritiker*innenjury aus rund 400 Aufführungen des deutschsprachigen Raums innerhalb des Sichtungszeitraums ausgewählt werden. Sie werden nach Berlin eingeladen und im Mai geballt im Haus der Berliner Festspiele und an anderen Orten der Stadt gezeigt. Dazu gruppieren sich die weiteren Programmsäulen und Formate des Festivals:

Copyright: Berliiner Festspiele

Fast wie ein Festival im Festival funktioniert der Stückemarkt, der sich bereits seit 1978 der Förderung der Gegenwartsdramatik verschrieben hat und Theatermacher*innen – seit 2018 aus der ganzen Welt – einlädt, sich mit ihren neuen Stücken oder bereits fertigen Theaterprojekten zu bewerben. Beim Internationalen Forum kommen junge internationale Künstler*innen im Rahmen des Stipendienprogramms zusammen, um gemeinsam Kunst zu schauen und an der Zukunft des Theaters zu arbeiten. Kritisch begleitet wird das Theatertreffen von den Nachwuchsjournalist*innen des Theatertreffen-Blog und gerahmt vom Diskursprogramm TT Kontext.

Auch einige kleinere Bestandteile des Theatertreffens haben sich inzwischen etabliert: Im Rahmen von Open Campus ist das Theatertreffen Vernetzungs- und Begegnungsort für Studierende und Schüler*innen. Jedes Jahr wird die Theatertreffen-Auszeichnung an die eingeladenen Ensembles der 10er Auswahl vergeben. Seit 2021 versammelt zudem das Forum Ökologische Nachhaltigkeit Vertreter*innen der im Rahmen der 10er Auswahl eingeladenen Häuser regelmäßig zum Austausch über nachhaltige Kulturarbeit.

So versteht sich das Theatertreffen heute als Treffpunkt für Theatermacher*innen und Interessierte aus aller Welt, als Vernetzungs- und Diskursplattform und Open Space der Theaterkünste, seit 2020 verstärkt auch im digitalen Raum.

Die 10er Auswahl

– „All right. Good night. Ein Stück über Verschwinden und Verlust“
von Helgard Haug (Rimini Protokoll) mit Musik von Barbara Morgenstern in Zusammenarbeit mit dem Zafraan Ensemble
Konzept, Text und Regie Helgard Haug
Eine Produktion von Rimini Apparat in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Volkstheater (Wien), The Factory (Manchester), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt am Main), PACT Zollverein (Essen). Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds sowie durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

– „Das neue Leben. Where do we go from here“
frei nach Dante Alighieri, Meat Loaf und Britney Spears
auf Grundlage einer Übersetzung von Thomas Vormbaum
Regie Christopher Rüping
Eine Produktion des Schauspielhaus Bochum, im Rahmen von Transfer Bochum/Zürich

– „Der Tartuffe oder Kapital und Ideologie“
von Soeren Voima nach Molière und nach „Kapital und Ideologie“ von Thomas Piketty
Regie Volker Lösch | Staatsschauspiel Dresden

– „Die Jungfrau von Orleans“
Romantische Tragödie nach Friedrich Schiller
in einer Bearbeitung von Joanna Bednarczyk
Übersetzt von Olaf Kühl
Regie Ewelina Marciniak | Nationaltheater Mannheim

– „Die Ruhe“
Eine Performance-Installation von SIGNA
Konzept und Regie Signa Köstler
Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

– „Doughnuts“
von Toshiki Okada
aus dem Japanischen von Andreas Regelsberger
Regie Toshiki Okada
Thalia Theater (Hamburg)

– „Ein Mann seiner Klasse“
nach dem Roman von Christian Baron für die Bühne bearbeitet von Lukas Holzhausen und Annika Henrich
Regie Lukas Holzhausen
Schauspiel Hannover

– „humanistää! eine abschaffung der sparten“
nach Ernst Jandl
Regie Claudia Bauer
Volkstheater (Wien)

– „Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)“
von Sivan Ben Yishai | Deutsch von Maren Kames
Regie und Choreografie Pınar Karabulut
Münchner Kammerspiele

– „Slippery Slope. Almost a Musical
von Yael Ronen, Shlomi Shaban und Riah Knight, Itai Reicher
Regie Yael Ronen | Komposition und Musik Shlomi Shaban, Yaniv Fridel und Ofer (OJ) Shabi
Maxim Gorki Theater (Berlin)

Alle Infos zhumTheatertreffen: www.berlinerfestspiele.de

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