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Vincenzo Bellini, "I Capuleti e i Montecchi", Bayerische Staatsoper München

Premiere So 27.03.2011 im Nationaltheater. ---

 

Der Titel führt in die Irre, denn mit Shakespeares Romeo und Julia hat Bellinis Tragedia lirica aus dem Jahre 1830 nicht mehr als die Namen gemein.

 

Zwar gibt es die verfeindeten Familien der Capulets und Montagues mit den unglücklich verliebten Sprösslingen noch, doch was Bellini und sein Librettist Felice Romani freisetzen, ist eine typisch romantische Heldengeschichte. Pate stand der gebrochene Held à la Lord Byron, der sich gegen einengende gesellschaftliche Strukturen auflehnt und als Außenseiter und Rebell seinen Gefühlsidealen treu bleibt.

 

Romeo ist ein solcher Rebell – kein Tenor, sondern ein Mezzosopran, der sich nicht für die vorgeschriebenen Familienbande interessiert und seinen eigenen, dem Gefühl folgenden Weg gehen will. Die berühmten melodie lunghe, lunghe, lunghe führen direkt in den tragischen Tod mit seiner geliebten Giulietta. Wie erschreckend und unerklärlich neuartig dies für die Zeitgenossen Bellinis schien, zeigt die lange Praxis, das Ende der Oper durch einen glücklichen Schluss Nicola Vacchais zu ersetzen – heute kaum mehr denkbar.

 

Tragedia lirica in zwei Akten

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Neuinszenierung

Musikalische Leitung Yves Abel

Inszenierung Vincent Boussard

Bühne Vincent Lemaire

Kostüme Christian Lacroix

Licht Guido Levi

Chöre Sören Eckhoff

 

Romeo Vesselina Kasarova

Giulietta Eri Nakamura 27./30. März, 3./6./9./12. Apr. 2011

Ekaterina Siurina 24./29. Juli 2011

Tebaldo Dimitri Pittas

Capellio Steven Humes 27./30. März, 3./6./9./12. Apr. 2011

Ante Jerkunica 24./29. Juli 2011

Lorenzo Carlo Cigni

 

Bayerisches Staatsorchester

Chor der Bayerischen Staatsoper

 

Vorstellungen Mi 30.03., So 03.04., Mi 6.04., Sa 9.04., Di 12.04.2011

 

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