Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Odem" - Stückentwicklung von Wilke Weermann - STAATSTHEATER KASSEL Uraufführung: "Odem" - Stückentwicklung von Wilke Weermann - STAATSTHEATER...Uraufführung: "Odem" - ...

Uraufführung: "Odem" - Stückentwicklung von Wilke Weermann - STAATSTHEATER KASSEL

Premiere 9. November 2018, 20.15 Uhr, tif (Theater im Fridericianum)

Die Texte, die die Grundlage dieses Abends bilden, versuchen Künstliche Intelligenz mit dem alptraumhaften Unterbewusstsein der Romantik zu verknüpfen. Die Faszination für Automaten, wie sie ganz besonders E.T.A . Hofmann zeigte – in »Der Sandmann«, in »Nussknacker und Mausekönig« sowie in der Erzählung »Die Automaten« – ist so zwiespältig wie die Faszination für Vampire.

 

Was sind die Konsequenzen erschaffenen Lebens, vom Golem, den Automaten der Schwarzen Romantik, bis zu den Cyborgs, den Posthumanen? Träume geistern im Cyberspace, Körper transformieren in Maschinen: Woran erkennen wir Androiden, unsere erotischen oder mörderischen Doppelgänger, wenn sie unter uns oder wir unter ihnen wandeln? Schaffen wir ein neues Volk von Sklaven nach unserem Ebenbild? Unsterblich synthetisch? Wie entsteht unversehens Bewusstsein? Und wann geht uns der Odem aus?

Wilke Weermann wurde 1992 in Emden geboren. 2012 und 2013 war er Regieassistent am Deutschen Theater Göttingen. 2013 bis 2014 studierte er Komparatistik und Philosophie an der FU Berlin und arbeitete als Regieassistent und Musiker am BAT-Studiotheater und Ballhaus Ost. 2014 begann er sein Regiestudium an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg.

Im selben Jahr wurde sein erstes Drama Abraum für den Retzhofer Dramapreis 2015 nominiert – und bekam 2016 dann den Hauptpreis des Münchner Förderpreises für deutschsprachige Dramatik. Die Uraufführung fand in der Kammer 3 der Münchner Kammerspiele Anfang 2017 statt und wurde daraufhin zum Körber Studio Junge Regie eingeladen. Zeitgleich wurde dort seine eigene Inszenierung Der entfesselte Wotan gezeigt.

Seine Inszenierung Fahrenheit 451 für das Schauspiel Stuttgart (Premiere: 21.01.2017), zugleich seine Abschlussinszenierung für die Akademie der Darstellenden Kunst Baden-Württemberg, wurde begeistert rezensiert und erhielt eine Einladung zum Festival »radikal jung 2018« in München.

Inszenierung: Wilke Weermann,
Bühne und Kostüme: Josa Marx
Sounddesign: Constantin John,
Dramaturgie: Thomaspeter Goergen

Mit: Lona Culmer-Schellbach (Mezzosopranistin), Eva-Maria Keller, Alexandra Lukas; Marius Bistritzky

Nächste Vorstellungen: 17. und 23. 11., 2.12.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

SPIELTECHNISCHE RASANZ -- 6. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart unter Cornelius Meister im Beethovensaal der Liederhalle STUTTGART

Ein abwechslungsreiches Programm präsentierte das Staatsorchester Stuttgart unter der inspirierenden Leitung von Cornelius Meister im Beethovensaal der Liederhalle. Gleich zu Beginn überzeugte die…

Von: ALEXANDER WALTHER

MUSIK UND WORT VEREINT -- Rothko String Quartet im Ordenssaal bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Ende 2022 wurden die Briefe von Ingeborg Bachmann und Max Frisch im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Sehnsuchtstöne, Eifersüchteleien und Streitgespräche wechseln sich ab. Amelie Schmidt (Rezitation)…

Von: ALEXANDER WALTHER

SPHÄRENHAFTES KLANGSPEKTRUM -- Werkstattfestival Studio Neue Musik & Campus Gegenwartim Konzertsaal der Musikhochschule STUTTGART

Wieder war Neues aus den Kompositionsklassen von Prof. Marco Stroppa und Prof. Martin Schüttler zu hören. Das Konzert I stellte Kompositionen von begabten Hochschulstudenten vor. Von der Koreanerin…

Von: ALEXANDER WALTHER

IMPROVISATION ZWISCHEN JAZZ UND KLASSIK -- Quatuor Ebene Waves im Ordenssaal bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Seit über 20 Jahren feiert das Ensemble Quatuor Ebene mit Pierre Colombet (Violine), Gabriel Le Magadure (Violine), Marie Chilemme (Viola) und Yuya Okamoto (Violoncello) sowie Xavier Tribolet…

Von: ALEXANDER WALTHER

NEUES VOM SEEMANN POPEYE -- "Liebe - eine argumentative Übung" im Foyer des Kammertheaters STUTTGART

"Olivia liebte den Schwanz ihres Freundes" - so heißt es im Stück "Liebe - eine argumentative Übung" von Sivan Ben Yishai. Es geht darin um den spinatliebenden Seemann Popeye und seine Freundin Olivia…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑