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Uraufführung: "Murder Ballads" von Rebekka Kricheldorf im Stadttheater Bern

zu den Songs des gleichnamigen Albums von Nick Cave.

Premiere 12. Februar 2011, 19.30 Uhr, Vidmar:1

Die Wurzeln der Rose reichen tief in den mit Blut getränkten Boden, an einem Ort, wo einst ein Verbrechen geschah:

„Where the wild roses grow“, dort, wo die wilden Rosen wachsen, wurde Eliza Day von ihrem Liebhaber erschlagen, weil dieser ihre Schönheit nicht verwelken sehen wollte.

Der Song (und das dazugehörige Video) zeigen den australischen Sänger und

Songwriter mit Kultstatus at his best: umgeben von einer sorgfältig kultivierten

Aura aus Schmerz und düsterer Romantik, für die seine Fans ihn von jeher liebten. Die mit seiner Landsmännin, dem Pop-Sternchen Kylie Minogue, gesungene Ballade ist eine jener Murder Ballads, die die Nachtseiten der menschlichen Seele beleuchten. Von einer 15-jährigen Serienkillerin ist die Rede; von einem Amokläufer, der im Blutrausch fast die gesamte Bevölkerung einer Kleinstadt niederschiesst; von Mary, die einmal im Leben das Meer sehen wollte, aber in der Küstenstadt leider an den Falschen geriet; von Henry Lee, der sein Leben in einem Brunnen lassen musste, weil seine Geliebte ihn keiner anderen gönnen mochte…

Nick Cave verarbeitet selbst geschriebene, überlieferte oder neu interpretierte

Geschichten von Mord und Totschlag, Wahnsinn und Verbrechen, Killern und

Opfern zu Songs von teilweise epischem Ausmass, die als Blues, Moritat oder

Ballade poetisch, absurd-komisch oder auch verzweifelt klingen. Der Tod ist in

diesen Liedern präsent, dass es tröstlich ist, wenn es am Schluss mit Bob Dylan heisst: „Just remember that death is not the end.“ – „Denk einfach daran, dass der Tod nicht das Ende ist.“

Die deutsche Autorin Rebekka Kricheldorf, zuletzt im Stadttheater Bern mit Rosa und Blanca sowie Mechanische Tiere vertreten, hat zu den Murder Ballads von Nick Cave ein Stück geschrieben, das zwölf Figuren (sechs Schauspieler und sechs Musiker) in einem zeitlosen Irgendwo versammelt, die einander selbst erlebte, vom Hörensagen bekannte oder anderswo aufgeschnappte Mord-Geschichten erzählen. Die Schauspieler werden begleitet von der bewährten Woyzeck-Band (SE in der Saison 2009/10 in der Inszenierung von Matthias Kaschig), die unter der Leitung des Schauspielmusikers Michael Frei die unverwechselbare Musik von Nick Cave interpretieren.

Deutsch mit englischen Liedtexten

Inszenierung Erich Sidler

Musikalische Leitung Michael Frei

Bühnenbild-Idee Erich Sidler, Bettina Latscha

Bühnenbild-Realisation Erik Noorlander

Kostüme Bettina Latscha

Mary Milva Stark

Loretta Marianne Hamre

Irre Sabine Martin

Geschäftsmann Lukas Turtur

Barkeeper Andri Schenardi

Cowboy Diego Valsecchi

Zausel Sebastian Edtbauer

TV Moderator Markus Signer

Musiker

Gitarre Michael Tüller

Klarinette Thierry Perroud

Cello Kathrin Bögli

Bass Mich Gerber

Schlagzeug Fabian Bürgi / Kevin Chesham

Weitere Vorstellungen: 19./27. Februar // 11./22. März

// 14./19./21./27. Mai // 07./09./16./22./23. Juni 2011

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