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Uraufführung: "100 Sekunden (wofür leben)" - Eine Versuchsanordnung im Deutschen Theater Berlin

11.10.2015

Premiere am 18. Oktober 2015, 20.00 Uhr in den Kammerspielen. -----

Ein Märtyrer ist jemand, der sich für seine Sache opfert. Ein Held ist jemand, derim Kampf für seine Sache stirbt. Menschliche Fackeln, Menschen, die sich zur Waffe machen, Widerständler, die sich keiner Folter, keiner Todesdrohung beugen, bevölkern die mediale Welt.

Jeder von ihnen ist eine Geschichte. Und diese Geschichten wollen erzählt werden. Oft geschehen sie sogar, um erzählt zu werden. Sie wollen sichtbar, wollen Beispiel sein. Und wie sie bewertet werden, ob als terroristischer Akt, fehlgeleiteter Extremismus oder große Heldentat scheint oft nur eine Frage der Perspektive.

Der Mensch ist das einzige Tier, das Sinn über Selbsterhaltung stellt. Während die Evolution alles Leben auf der Erde auf Überleben und Fortpflanzung programmierthat, fragt das mutmaßlich intelligenteste dieser Tiere nach dem „Wofür“. Ein Leben ohne Sinn erscheint wertlos, ein Sinn unter bestimmten Umständen mehr wert als das nackte Überleben. Für das Projekt 100 Sekunden haben Christopher Rüping und sein Ensemble Geschichten von Menschen zusammengestellt und zusammengeschrieben, die einen Sinn über ihr Leben stellen oder gestellt haben, die bereit sind oder waren, für etwas zu sterben – wahre Geschichten und erfundene, literarische Vorbilder und urbane Legenden. Jede dieser Geschichten bekommt 100 Sekunden Zeit, erzählt oder gespielt zu werden. Dann ist die Deadline erreicht.

Regie Christopher Rüping

Kostüme Anna Maria Schories

Bühne Anne Ehrlich

Musik Camill Jammal

Dramaturgie John von Düffel

Mit

Michael Goldberg, Camill Jammal, Katharina Matz, Wiebke Mollenhauer

24. Oktober 2015

20.00

25. Oktober 2015

18.00

4. November 2015

20.00

14. November 2015

20.00

16. November 2015

19.30

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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