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Universität der Künste Berlin: Südliche Autobahn

28.09.2007

Eine musiktheatralische Reise an die Berliner Peripherie nach Motiven von Julio Cortázar

Premiere: 2. Oktober 2007, 17 Uhr, 3. – 6. Oktober 2007, jeweils 17 Uhr

Gewidmet ist diese Expedition allen Bekloppten der Welt und insbesondere jenem englischen Gentleman, der im 18. Jahrhundert die Strecke London-Edinburgh rückwärts gehend zurücklegte und dabei Wiedertäuferhymnen sang.

Raststätten sind die einzige Ausnahme vom Halteverbot der Autobahn, exemplarische Orte unserer mobilen Gesellschaft: in sich abgeschlossene Blasen, abgespart von der Landschaft, öffentliche Areale des Konsums und alltäglicher, existenzieller Verrichtungen. Raststätten inszenieren regionale Eigenart in europäischer Regelmäßigkeit. Auf Raststätten verlieren wir Zeit. Wir bremsen kurz runter, regenerieren Mensch und Maschine für die Weiterfahrt, beschleunigen dann wieder auf die Mindestgeschwindigkeit und fädeln uns ein, zurück in den Strom.

In seiner letzten Veröffentlichung, der tagebuchartigen Chronik "Die Autonauten auf der Kosmobahn" (1984) beschreibt Julio Cortázar eine außergewöhnliche, zeitlose Reise - weniger von Paris nach Marseille, als vielmehr von Raststätte zu Raststätte. Aufgetankt mit Texten und Motiven des argentinischen Meistererzählers, dessen bekannteste Kurzgeschichte "Der Teufelsgeifer" die Vorlage für Antonionis Film "Blow up" war, fährt ein Berliner Reisebus der Wirklichkeit hinterher, um sie an geeigneter Stelle zu überholen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der KlangKunstBühne 28. September – 21. Oktober 2007

Eine Koproduktion der Fakultäten Darstellende Kunst und Musik der Universität der Künste Berlin. Leitung: Daniel Ott.

2. – 6. Oktober 2007, jeweils 17 Uhr

Abfahrt 17 Uhr

Parkplatz Bundesallee 1-12, Berlin Wilmersdorf

Das Tragen jahreszeitgemäßer Kleidung wird empfohlen

Karten 15 Euro / erm. 10 Euro

www.kosmobahn.com

Anmeldung unter autonauten@kosmobahn.com

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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