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Thomas Köck wird Hausautor am Nationaltheater Mannheim in der Spielzeit 2015/2016

 

Friedrich Schiller war Mannheims erster Hausautor. Nach der Uraufführung der Räuber am 13. Januar 1782 am Nationaltheater Mannheim verpflichtete Intendant Freiherr von Dalberg den jungen Schiller als Theaterdichter. Das Engagement lief vom 1. September 1783 bis zum 31. August 1784. Mit der Spielzeit 1996/1997 wurde die Institution des Hausautors wieder eingeführt.

Dank der Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e.V. wird seit 1996 der Aufenthalt eines Hausautors ermöglicht, der für das Nationaltheater ein neues Stück entwickelt. Für die Spielzeit 2015/2016 konnte Thomas Köck gewonnen werden.

 

Thomas Köck wurde 1986 in Steyr, Oberösterreich geboren und lebt heute in Berlin. An der Freien Universität Berlin absolvierte er ein Masterstudium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, in Wien studierte er Philosophie. Seit 2012 ist er an der Universität der Künste in Berlin (Studium des Szenischen Schreibens) mit Aufenthalt am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (Studium Literarisches Schreiben). Er verzeichnet Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien und arbeitet am theatercombinat Wien / Claudia Bosse (in Wien, Düsseldorf & New York) mit. Köck wurde bereits zum Kaltstart Theaterfestival eingeladen, war Teilnehmer des 18. Literaturkurses der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt und mit einem Filmprojekt über Beirut zu Berlinale Talents eingeladen.

 

Mit jenseits von fukuyama gewann Thomas Köck den Osnabrücker Dramatikerpreis. Das Stück wurde im Mai 2014 am Theater Osnabrück uraufgeführt und wird am 20. Mai in der Inszenierung des Hausregisseurs Dominic Friedel im Studio des Nationaltheaters Premiere feiern.

 

Im Februar 2015 erhielt Köck für sein Stück Isabelle Huppert (geopfert wird immer) den mit einer Uraufführung am Pfalztheater Kaiserslautern verbundenen Stückepreis des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises. Zurzeit ist Thomas Köck mit paradies fluten (verirrte sinfonie) zu Gast beim Heidelberger Stückemarkt, wo er den Text in szenischen Lesungen vorstellt und mit fünf weiteren Stücken um den mit 10.000 Euro dotierten Autorenpreis konkurriert. Am 11. September 2015 wird das Stück als interdisziplinäres Projekt am Theater Osnabrück uraufgeführt. Am Theater Marburg folgt mit paradies hungern die Uraufführung des zweiten Teils von Thomas Köcks Klimatrilogie. 2015 wurde Thomas Köck Thomas-Bernhard-Stipendiat am Landestheater Linz.

 

Hausautoren am Nationaltheater Mannheim seit 1996/1997:

 

Anne Lepper (2014/2015)

Theresia Walser (2013/2014)

Felicia Zeller (2012/2013)

Philipp Löhle (2011/2012)

Ewald Palmetshofer (2010/2011)

Ulrike Syha (2009/2010)

Jan Neumann (2008/2009)

Christoph Nußbaumeder (2007/2008)

Reto Finger (2006/2007)

Tine Rahel Völcker (2005/2006)

Tim Crouch (2004/2005)

Rebekka Kricheldorf (2003/2004)

Andri Beyeler (2002/2003)

Vera Kissel (2001/2002)

Direktorenwechsel, kein Hausautor (2000/2001)

Feridun Zaimoglu (1999/2000)

Werner Fritsch (1998/1999)

Simone Schneider (1997/1998)

Albert Ostermeier (1996/1997)

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