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Theater Pforzheim: "Lessings Traum von Nathan dem Weisen" von Elmar Goerden

13.02.2008

Premiere 20. Februar 2008, 20.00 Uhr, Großes Haus

„Was ist denn jetzt eigentlich das Problem?“, fragt Lessing die Schauspielerin der Figur der Daja aus „Nathan der Weise“.

„Das Ende“, antwortet diese prompt. „ ,Unter allseitiger Umarmung fällt der Vorhang.’ Wer umarmt denn da wen?“ Knapp 200 Jahre nach der Premiere des dramatischen Gedichts droht Lessings Traum von einem toleranten Nebeneinander unterschiedlicher Denk- und Lebensformen zum Alptraum zu werden. Die Figuren verlassen ihre vorgeschriebenen Rollen und verwickeln ihren Schöpfer in Diskussionen über die Wirkung und Verantwortung ihres Daseins.

Zu allem Überfluss hat sich auch noch Shakespeares Shylock aus dem „Kaufmann von Venedig“ in Lessings Figurenwelt geschlichen. Seine Fragen geraten für Lessing zur existentiellen Bedrohung. Angesichts der zunehmend kriegerischen Betonung ethnischer und kultureller Unterschiede ist die Frage heute aktueller denn je.

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