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Theater Basel: "Hexenjagd" von Arthur Miller

13.02.2009

Premiere am 20. Februar 2009, 20.00 Uhr — Schauspielhaus

In Salem ist der Teufel los. Eben noch eine fromme Gemeinde puritanischer Neuzuwanderer, deren grösstes Problem nachbarschaftlicher Neid und die Wortwahl der letzten Predigt war, wird Salem zum Schauplatz unerhörter Begebenheiten:

Unschuldige Mädchen tanzen im Mondschein auf der Waldlichtung. Nackt. Am

nächsten Morgen ist eine halbtot, eine zweite verstummt, die dritte isst und trinkt nicht mehr. Was ist geschehen? Das aufmüpfigste der Mädchen, Abigail, gesteht – die heidnische Tituba hätte Geister beschworen. Dass Abigail damit die Leidenschaft John Proctors, neu entfachen wollte, sagt sie allerdings nicht. Proctor will von ihr nichts mehr wissen, zu schmerzhaft bedauert er die Schwäche einer Nacht, die ihn auf immer zum Ehebrecher machte. Abigail und ihre Mädchen geraten in einen Rausch der Beschuldigungen.

Angestachelt von der Bigotterie der christlichen Theokratie und ihrer plötzlichen Macht bezichtigen sie die Frauen der Stadt, sie verhext zu haben. Keine ist mehr ihres Lebens sicher, wer nicht angeklagt ist, verklagt, und wer mit dem Teufel in einem Satz erwähnt wird, muss gestehen oder sein Leben lassen.

«Die Religionslehre ist eine Festung; kein Spalt in einer Festung kann als gering erachtet werden.» – Arthur Miller sah in dem historischen Fall von Salem die Parallele zur Kommunistenjagd der McCarthy-Ära und schrieb ein Stück darüber, welche – auch unkontrollierbaren – Kräfte in Gang kommen, wenn ein vermeintlich intaktes System auseinanderzubrechen droht.

Regie: Florentine Klepper

Bühne: Martina Segna

Kostüme: Eva Butzkies

Musik: Tobias Hofmann

Projektionen: Bastian Trieb

Dramaturgie: Julie Paucker

Mit: Urs Bihler, Hendrik Heutmann, Claudia Jahn, Marie Jung, Pascal Lalo,

Barbara Lotzmann, Chantal Le Moign, Florian Müller-Morungen, Pascale Pfeuti,

Katharina Schmidt, Anja Schreiber, Jörg Schröder, Peter Schröder,

Bastian Semm, Sarah Speiser, Raphael Traub.

Weitere Termine: Do 26.2. / Mo 9.3., Di 10.3., jeweils um 20.00 Uhr, So 15.3. um 19.00 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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