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Stadttheater Bern: Auf ein Wort / Ballett / Uraufführungen

Premiere Freitag, 29. Januar, 19.30 Uhr, Vidmar:1

 

Cathy Marston und ihr Bern:Ballett zeigen in den Vidmarhallen als zweite Produktion ihrer dritten Spielzeit in Bern einen Ballettabend mit vier Uraufführungen. Die künstlerischen Handschriften der vier Choreographen sind sehr unterschiedlich. Zusammen gehalten werden die vier Stücke durch das vorgegebene Thema „Bewegung und Text“.

Der neue Ballettabend ist nicht nur ein Kontrastprogramm zu „Julia und Romeo“, sondern will gleichzeitig einen Beweis für die Vielseitigkeit des Tanzensembles liefern. Die vier neuen Kreationen werden für die Tänzer und Tänzerinnen des Bern:Balletts von drei Gastchoreographen sowie von Cathy Marston selber geschaffen.

 

Das verbindende Element der vier Arbeiten ist, wie der Titel andeutet, die Sprache, das Wort, der Text, mit dem die vier Choreographen sehr unterschiedlich umgehen. Die Musik kommt ab Band; stammt bei der Kreation von Cathy Marston jedoch zudem live von der Berner Beatboxerin Steff la Cheff und der St. Galler Sopranistin Mélanie Adami.

 

„Auf ein Wort“

Vier Choreographien

Uraufführungen

 

Choreographie

Corinne Rochet

Medhi Walerski

Cathy Marston

Mark Bruce

Bühne Raphaël Barbier

Kostüme Catherine Voeffray

Beatboxerin Steff la Cheffe

Sopran Mélanie Adami

 

Bern:Ballett – das Ballett des Stadttheaters Bern

 

Die Uraufführungen:

 

• Des fois, je… Comment dire…, – Uraufführung

Choreographie: Corinne Rochet / Musik: Nicholas Pettit

 

• Words failed me – Uraufführung

Choreographie: Medhi Walerski / Musik: Glenn Branca u.a.

 

• And our faces vanish like water – Uraufführung

Choreographie: Cathy Marston / Musik: Dave Maric

Live-Musikerinnen: Steff La Cheffe, Mélanie Adami

 

• Crimes of passion – Uraufführung

Choreographie: Mark Bruce / Musik: Desert Sessions, PJ Harvey

 

 

Die Stücke

 

Des fois, je… Comment dire…,

Uraufführung

Choreographie Corinne Rochet

Musik Nicholas Pettit: „Nappe 1“

Erstbesetzung: Jenny Tattersall

Paula Alonso

Erick Guillard

Gary Marshall

Zweitbesetzung: Emma Lewis / Julie Philpott

Martina Langmann

Erion Kruja

Jianhui Wang / James Henson

 

Corinne Rochet setzt sich mit den Schwierigkeiten auseinander, die wir damit haben, uns in den Beziehungen zu anderen Menschen richtig auszudrücken. Wie die richtigen Worte finden? Gibt es Raum für Unsicherheit? Für Ungeschicklichkeit? “Mein Mund spricht Worte, aber es ist mein Körper, der die Gefühle mit Macht ausdrückt”, so sieht es die Choreographin. Das Stück entsteht bei jeder Aufführung zum Teil neu, da die vier Tänzer einige Szenen innerhalb bestimmter Vorgaben improvisieren.

 

Seit 14 Jahren lebt und arbeitet die aus Frankreich stammende Choreographin Corinne Rochet in der Schweiz. 2003 gründete sie ihr eigenes Ensemble „Utilité Publique“. Erstmals arbeitet sie nun für das Bern:Ballett.

 

Words failed me

Uraufführung

Choreographie Medhi Walerski

Musik Glenn Branca: Symphonie Nr. 1 (Ausschnitte aus dem 1. Satz), Alpha: „Sometimes later“, Hildur Gudnadottir: „Unveiled“

Text Medhi Walerski, gesprochen von Bruce McCormick

Tänzerinnen: Paula Alonso

Martina Langmann

Emma Lewis

Jenny Tattersall

Izumi Shuto

Hui-Chen Tsai

Tänzer: Erick Guillard

Ilan Kav

Erion Kruja

Gary Marshall

Denis Puzanov

Jianhui Wang

Cover: Julie Philpott, James Henson

Die Aufgabe, sich mit Text zu beschäftigen, habe Medhi Walerski zunächst fast frustriert, sagt er. Emotionen konnte er immer besser mittels Bewegung als durch Worte ausdrücken. Doch je länger er nach geeigneter Musik forschte und sich mit Liedern und Liedtexten beschäftigte, desto mehr fiel ihm auf, dass der Sprache selbst auch eine Art von Bewegung inne wohnt. Die hat er sich bei der Erarbeitung der Choreographie zunutze gemacht. „Etwas Neues hat sich für mich geöffnet“, war seine Erfahrung.

 

Der französische Choreograph Medhi Walerski wurde vor allem durch seine Zeit als Tänzer beim „Nederlands Dans Theater“ geprägt; inzwischen wirkt er dort mit grossem Erfolg als Choreograph. Sein Stil ist lyrisch, humorvoll und mit Sinn für theatralische Effekte.

 

And our faces vanish like water

Uraufführung

Choreographie Cathy Marston

Musik Dave Maric (Auftragskomposition)

Musikerinnen (live) Steff La Cheffe (Beatboxerin)

Mélanie Adami (Sopran)

Erstbesetzung: Martina Langmann

Emma Lewis

Izumi Shuto

Hui-Chen Tsai

Jenny Tattersall

Ilan Kav

Erion Kruja

Gary Marshall

Jianhui Wang

Zweitbesetzung: Paula Alonso

Julie Philpott

Erick Guillard

James Henson

Denis Puzanov

„Beim Zappen durch die TV-Kanäle während eines Hotelaufenthaltes in Österreich stolperte ich über die Darbietungen der Beatboxerin Steff La Cheffe. Ich war ziemlich beeindruckt und habe ein bisschen nachgeforscht, wer sie ist. Als ich feststellte, dass sie aus Bern stammt, habe ich mit ihr Kontakt aufgenommen. Dies führte zu der Auftragserteilung an Dave Maric für ein Werk für sie und eine klassisch ausgebildete Opernsängerin. (…) Wir haben zudem J. L. Borges' Gedicht „The Art of Poetry“ (im Original: „Arte Poética“, 1960) einige Zeilen entnommen. Der Text beschäftigt sich mit der Zeit, Poesie, den Künsten allgemein und dem Dahinfliessen. Es passt wunderbar zu der faszinierenden Metamorphose, welcher der Tanz und die Musik unterliegen: kein Stil bleibt je ‚rein’, bei jeder Interpretation erfährt er eine Veränderung.“ (Cathy Marston)

 

In Cathy Marstons eigenen Beitrag fliesst das Element der Sprache durch kurze Textauszüge ein, die Dave Maric in seine Komposition einwebt; ausserdem ist die menschliche Stimme präsent: Die Beatboxerin Steff La Cheffe und die Mezzosopranistin Mélanie Adami begleiten das Stück live.

 

Crimes of passion

Uraufführung

Choreographie Mark Bruce

Musik Desert Sessions: „I'm Here for Your Daughter”, „Powered Wig Machine”, „Holey Dime”, „A Girl Like Me; PJ Harvey: „Broken Harp”, „No Child Of Mine”, „Shame”; Queens Of The Stone Age: „Feel Good Hit Of The Summer”

Tänzerinnen/Tänzer Bern:Ballett – das Tanzensemble des Stadttheaters Bern

Mark Bruce choreographiert häufig anhand von Liedern mit Text. Bei diesem Stück für vierzehn Tänzer baute er aus Songs von den Desert Sessions, von PJ Harvey und den Queens Of The Stone Age einen vielschichtigen Klangraum, den er mit Versatzstücken aus den unterschiedlichsten Quellen füllt. Mithilfe der Tänzer und einigen Requisiten lässt er eine surreale Traumwelt entstehen, in der sich Elemente wiederfinden, die u.a. dem Varieté, dem Vaudeville und gar dem amerikanischen Cheerleading entsprungen sind. Doch nichts ist, wie es scheint, und als Zuschauer rätselt man, ob man amüsiert oder verstört reagieren soll...

 

Mark Bruce stammt aus Grossbritannien. Er steht für ein betont physisches Tanzvokabular. Seine erste Arbeit mit dem Bern:Ballett bezieht das gesamte Ensemble mit ein.

 

 

 

 

 

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