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Staatstheater Mainz: DORNRÖSCHEN, Ballett von Pascal Touzeau, Musik von Pjotr I. Tschaikowsky

Premiere am 8. Februar 2014, Großes Haus. -----

Pascal Touzeau und ballettmainz setzen die Reihe der Handlungsballette im Großen Haus mit einem weiteren Klassiker – „Dornröschen“ – fort. Das 1890 in Sankt Petersburg uraufgeführte Ballett mit der Musik von Pjotr I. Tschaikowsky, das er für sein „bestes“ hielt, vermag auch heute noch das Publikum zu faszinieren.

Wie „Cinderella“ basiert die Handlung auf einem Perrault’schen Märchen, das später auch in die Grimm’sche Märchensammlung Eingang fand. Anders als bei Grimm tragen die Hauptakteure des Balletts sprechende Namen. So heißt die Prinzessin Aurora, die „Morgenröte“, und der ihr Rettung bringende Prinz Desiré, der „Ersehnte“. Aurora wird am Tag ihrer Taufe von einer bösen Fee mit einem Fluch belegt: An ihrem 16. Geburtstag soll sie durch einen Spindelstich zu Tode kommen Durch das Eingreifen einer guten Fee fällt Aurora aber nur in einen 100-jährigen Schlaf, aus dem Desiré sie durch einen Kuss erwecken kann.

Pascal Touzeau zeigt, dass das Märchen eine unglaublich symbolische Tiefe besitzt, die viele zeitlos gültige Deutungen zulässt: Auroras Mutter ist früh verstorben, das Mädchen wächst in einem schlechten sozialen Umfeld auf. Als man sie am Tag ihrer Volljährigkeit zwingen möchte, sich als Prostituierte zu verkaufen, fällt sie gleich einem Selbstschutz in einen tiefen Schlaf und rettet sich in eine Fantasiewelt. Als sie wieder zu sich kommt, merkt sie, dass sie sich in ihren Freier verliebt hat, und möchte diesem folgen. Doch sie muss erst noch einen harten Kampf ausfechten, um dem Milieu, in dem sie aufwuchs, zu entkommen.

Ballett in drei Akten und einem Prolog von Pascal Touzeau

Musik von Pjotr I. Tschaikowsky

Choreographie, Konzept, Bühne, Kostüme und Licht: Pascal Touzeau

Musikalische Leitung: Florian Csizmadia

Philharmonisches Staatsorchester Mainz

16. Februar 2014

19 Uhr: Einführung im Foyer

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