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Staatstheater Braunschweig: "Lucia die Lammermoor" von Gaetano Donizetti

Premiere 27. März 2010, 19:30 Uhr im Großen Haus, Steinweg/Am Theater

 

Kabale und Liebe, Wahnsinn, Totschlag und Selbstmord: Die Elemente, aus denen von jeher großer Opernstoff gemacht ist, kennzeichnen Donizettis »Lucia di Lammermoor«.

Neben der Titelheldin, die seiner Charakterisierungskunst große Entfaltungsmöglichkeiten bot, reizte Donizetti vor allem auch der romantische Gehalt des Stoffes. Der überwältigende Erfolg, der dem Werk bei seiner Uraufführung 1835 am Teatro San Carlo in Neapel beschieden war, führte zu einer raschen Verbreitung weltweit.

 

Im Wohlklang einer echten italienischen Melodienoper erzählt Donizetti die Geschichte einer in Schottland angesiedelten Familienfehde, die wie »Romeo und Julia« durch die Liebe zweier junger Menschen fast beigelegt wird, schließlich aber doch aus politischem Machtstreben, unversöhnlichem Hass und Vorteilssucht zu einem tragischen Ende führt: Lord Ashton glaubt, seine Existenz nur durch eine Heirat seiner Schwester Lucia mit dem bei Hofe einflussreichen Lord Arthur retten zu können. Lucia aber liebt Sir Edgard, den letzten Nachkommen des erbittertsten Feindes Ashtons, der nun ein finsteres und raffiniertes Ränkespiel in Gang setzt, an dessen Ende nichts bleibt als die Klage über drei sinnlose Tode.

 

Die Titelpartie wird von der armenischen Solistin Liana Aleksanyan gesungen, die seit der Spielzeit 08/09 Ensemblemitglied des Braunschweiger Staatstheaters ist und vorher schon in »La Traviata« als Violetta zu bewundern war. Derzeit singt sie u. a. in »Eugen Onegin« die Tatjana.

 

Florian Lutz wurde 1979 in Köln geboren und studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin. Seit 2005 ist er als freischaffender Opernregisseur tätig und veröffentlicht außerdem Publikationen zur Opern- und Musikgeschichte.

 

Das Bühnenbild wird von Martin Kukulies erstellt, der in der letzten Spielzeit auch das Bühnenbild der Opernproduktion »Cardillac« entwarf.

 

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Sebastian Beckedorf.

 

Inszenierung: Florian Lutz – Bühne: Martin Kukulies – Kostüme: Andrea Kannapee

 

Mit: Henryk Böhm/Malte Roesner (Lord Enrico Ashton), Liana Aleksanyan (Lucia di Lammermoor), Arthur Shen (Sir Edgardo di Ravenswood), Tobias Haaks (Lord Arturo Buklaw), Dae-Bum Lee (Raimondo), Sarah Ferede (Alisa) und Kenneth Bannon (Normanno)

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