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Schauspiel Essen: "Anatomie Titus Fall of Rome" von Heiner Müller nach William Shakespeare

17.02.2008

Premiere 23. Februar 2008, Grillo

Die Geschichte vom siegreich aus der Schlacht heimgekehrten Feldherrn „Titus Andronicus“ gilt als die radikalste Tragödie Shakespeares – virtuos vermischt er die Sehnsucht seiner Zeit nach Sex and Crime mit der politischen Frage nach Krieg und Macht.

Dabei beginnt alles mit einem positiven Ende: Der Krieg ist aus, die Barbaren sind besiegt, die Zivilisation scheint gerettet. Doch der Virus des Krieges, so zeigt die in Gang gesetzte Spirale aus Rache und Gewalt, wirkt auch in Friedenszeiten weiter.

Shakespeares Stück wird von heute aus gesehen zur Parabel über die Anfälligkeit der Zivilgesellschaft im Kriegszustand – auch wenn dieser Krieg weit weg auf fremdem Boden geführt wird. Anselm Weber inszeniert Shakespeare in der fulminanten und sprachlich klaren Fassung von Heiner Müller.

Inszenierung: Anselm Weber / Bühne: Raimund Bauer / Kostüme: Bettina Walter / Musik: Wolfgang Siuda / Dramaturgie: Thomas Laue

Mit: Peter Becker, Ismail Deniz, Fritz Fenne, Christoph Finger, Andreas Grothgar, Raiko Küster, Tim Mackenbrock, Roland Riebeling, Nadja Robiné, Heiko Ruprecht, Werner Strenger, Judith van der Werff, Atef Vogel

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