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Richard Wagners "Lohengrin" an der Staatsoper Stuttgart

Premiere am 29. März 2009, 17.00 Uhr

Verrat und Untergang - "Lohengrin" von 1850 ist nicht nur romantische, sondern auch politisch motivierte Oper, in der Wagners Erleben der gescheiterten Märzrevolution von 1848 anklingt.

Der Komponist zeichnet eine gesellschaftliche Utopie: Gerechtigkeit und Gleichheit gibt es nur durch eine Erlösergestalt. Schauplatz der Oper ist die in Zwietracht lebende, regierungslose Provinz Brabant: Graf Telramund klagt Elsa von Brabant an, Schuld am Tod des Erben und Bruders zu sein. In ihrer Not ruft Elsa nach Beistand, der ihr tatsächlich in Gestalt eines weißen Ritters gewährt wird - einzige Bedingung: sie darf dessen Namen nie erfragen. In Liebeszweifel gestürzt durch den Rache sinnenden Grafen und dessen Frau Ortrud, fragt Elsa ihren Retter nach dem Namen; es kommt zum Bruch.

Lohengrins Weggang stürzt nicht nur die Geliebte, sondern auch die ganze Gemeinschaft in eine Krise. Wagners lichte Sehnsuchtsmusik, die in Elsas Traumerfüllung kulminiert, wird durch die dunklen Themen, die mit dem Neid und der Boshaftigkeit Ortruds verknüpft sind, zersetzt.

Der französische Regisseur Stanislas Nordey stellt den französischen Ursprung "Le Chevalier du cygne" - die Geschichte des Schwanenritters - wieder in den Vordergrund des Musikdramas, welches Generalmusikdirektor Manfred Honeck dirigieren wird.

Musikalische Leitung Manfred Honeck

Regie Stanislas Nordey

Bühne Emmanuel Clolus

Kostüme Raoul Fernandez

Licht Philippe Berthomé

Chor Michael Alber

Dramaturgie Xavier Zuber

Besetzung

Heinrich der Vogler Attila Jun

Lohengrin Lance Ryan

Elsa von Brabant Mary Mills

Friedrich von Telramund Wolfgang Koch

Ortrud Barbara Schneider-Hofstetter

Heerrufer Adam Kim

Vier brabantische Edle Torsten Hofmann, Hans Kittelmann, Mark Munkittrick und Motti Kastón

Termine 02.04. | 08.04. | 13.04. | 19.04. | 25.04. | 03.05.

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