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Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg - Oper Frankfurt

Premiere vom 6. November 2022 um 16 Uhr im Opernhaus

01.11.2022
Kategorien: Deutschland, News, Oper

Am Johannistag findet der Wettbewerb statt. Alle wissen genau, wie man richtig singt. Alle wissen es besser. Ein Satyrspiel sollten Die Meistersinger werden. Doch aus der Komödie »von leichter Hand« entwickelte sich eine Partitur, die zu den längsten und vielschichtigsten der Opernliteratur zählt und immer wieder für heftige Diskussionen sorgt.

© Monika Rittershaus

Um die Mittsommerwende, im alljährlichen Sängerwettbewerb, bietet der Goldschmied Veit Pogner die Hand seiner Tochter Eva als Preis an. Der Schuster Hans Sachs, der Stadtschreiber Sixtus Beckmesser und ein frecher Newcomer, der adlige Walther von Stolzing, ringen um sie. Jeder tut es mit eigenen Mitteln: Walther muss einige Hürden bewältigen, bis er Eva heiraten kann und im Kreis der Meister aufgenommen wird. Zwischen Sachs und Beckmesser geht es nur scheinbar darum, wer die Braut heiraten darf. Hier prallen zwei grundverschiedene Lebensmuster aufeinander. Doch die beiden ergänzen sich in ihren unterschiedlichen Ansichten. Sie sind untrennbar: Der eine kann nicht ohne den anderen.

Im Gegensatz zu den Vorlagen, die von einem aristokratischen Weltbild ausgingen, komponierte Wagner mit den Meistersingern eine bürgerliche Oper und Parodie der mittelalterlichen Minnesänger.

Die Entstehung der Meistersinger führt durch zwei Jahrzehnte, quer durch Europa. In Böhmen verfasste Wagner die ersten Entwürfe, in Wien kam es zu den Prosaentwürfen und in einem Pariser Hotelzimmer formte er seine Figuren weiter. Wagners deutsche Meister sind also – zum Teil – im Ausland geboren. Ein Zusammenspiel von Komik und Tragik schwebte dem Komponisten dabei vor. Doch in der verträumten Sommernacht wird das Spiel plötzlich vom Wahn beherrscht und endet in einer sinnlosen Massenprügelei.
Ein »merkwürd’ger« Johannistag.

Oper in drei Aufzügen
Text vom Komponisten
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Uraufführung 1868, Nationaltheater, München
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Premiere als Video

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Inszenierung: Johannes Erath
Bühnenbild: Kaspar Glarner
Kostüme: Herbert Murauer
Licht: Joachim Klein
Video: Bibi Abel
Chor und Extrachor: Tilman Michael
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Hans Sachs
    Nicholas Brownlee
Veit Pogner
    Andreas Bauer Kanabas
Sixtus Beckmesser
    Michael Nagy
Eva
    Magdalena Hinterdobler
Magdalene
    Claudia Mahnke
Walther von Stolzing
    AJ Glueckert
David
    Michael Porter
Fritz Kothner
    Thomas Faulkner
Kunz Vogelgesang
    Samuel Levine
Konrad Nachtigall
    Barnaby Rea
Balthasar Zorn
    Jonathan Abernethy
Ulrich Eisslinger
    Hans-Jürgen Lazar
Augustin Moser
    Andrew Bidlack
Hermann Ortel
    Sebastian Geyer
Hans Schwarz
    Anthony Robin Schneider
Hans Foltz
    Božidar Smiljanić
Ein Nachtwächter
    Franz Mayer
Lehrbuben
    Maren Favela / Chiara Bäuml / Helene Feldbauer° / Guénaelle Mörth / Tianji Lin / Carlos Andrés Cárdenas / Donát Havár / Istvan Balota / Kiduck Kwon / Johannes Lehner

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

°Mitglied des Opernstudios

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