Eurydike selbst hat keinerlei Absicht, in die eheliche Langeweile zurückzukehren, stürzt sich stattdessen in die Arme von Höllengott Pluto – und, als auch dieser sie enttäuscht, in die Fänge einer verführerischen Fliege …
Die Geschichte einer verzweifelten Suche nach Glück und Abenteuer, die immer wieder aus denselben Gründen scheitert, inszeniert Markus Bothe als rasant überdrehtes Versteckspiel, in dem nach Herzenslust geliebt, gelogen, gelitten und gelacht wird. Auch der berühmte Höllen-Cancan darf natürlich nicht fehlen.
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Benjamin Reiners / Matthew Toogood
Regie: Markus Bothe
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Justina Klimczyk
Licht: Damian Chmielarz
Choreografie: Norbert Steinwarz
Dramaturgie: Cordula Demattio
Chor: Dani Juris
Orpheus: Joshua Whitener
Euyridke: Amelia Scicolone
Pluto / Aristeus: Joachim Goltz
Styx: Wolfgang Neumann (Gast)
Jupiter: Thomas Berau
Juno: Marie-Belle Sandis
Venus: Estelle Kruger / Stefanie Schuster-Smits (Gast)
Diana: Iris Kupke (Gast)
Mars: Ilya Lapich
Merkur: Uwe Eikötter
Cupido: Ludovica Bello
Die öffentliche Meinung:
Heidrun Arnegger
Monika Fuhrmann
Gerda Maria Knauer
Julia Müller-Wolthuis
Susanne Nederkorn
Susanne Scheffel
Anja Wollenweber
Mi, 13.02.2019, 18.30 Uhr, Oberes Foyer
Einführungssoiree mit Probenbesuch
Di, 19.02.2019, 19.30 - 21.30 Uhr, Opernhaus
Kurzeinführung um 19.00 Uhr im Oberen Foyer
Sa, 23.02.2019, 19.30 - 21.30 Uhr, Opernhaus
Kurzeinführung um 19.00 Uhr im Oberen Foyer
So, 03.03.2019, 18.30 - 20.50 Uhr, Opernhaus
Bild: Jacques Offenbach
"Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach - Nationaltheater Mannheim
Premiere: So, 17. Februar 2019, 19.00 Uhr, Opernhaus
10.03.2019
Nicht mit dem widrigen Schicksal, sondern mit Langeweile und Überdruss haben Orpheus und Eurydike in der wohl respektlosesten Fassung des Mythos zu kämpfen, die jemals vorgelegt wurde. Jacques Offenbachs »opéra bouffon« aus dem Jahr 1858 nimmt die Verhältnisse im Paris des Zweiten Kaiserreichs aufs Korn: Verstellung und Fassade sind alles. Es gilt unter allen Umständen den Schein zu wahren, denn ansonsten droht die »Öffentliche Meinung« mit Rufmord. Nur diese Drohung ist es, die Orpheus schließlich dazu bewegt, in die Unterwelt zu gehen, um dort nach seiner Gattin zu suchen.

