Der letzte Tag des Sommers in Berlin. Morgengrauen. Can, angelehnt an sein Auto, raucht eine Zigarette und beobachtet gedankenverloren die JVA Tegel. Er ist so alt wie sein Oldtimer, ein Mercedes 230E, Baujahr 1982. Das ist also alles, was von seinem erfolgreichen Geschäftsleben übriggeblieben ist? Can hat mit Fälschungen von Designerkleidung und Markenuhren das große Geld gemacht. Eigentlich müsste er jetzt den Preis dafür zahlen. Aber dafür ist er nicht der Typ: Can will sich still von seinem Berlin verabschieden, das ihn zu dem gemacht hat, der er ist.
90 Jahre nach dem Erscheinen von Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz schreibt Hakan Savaş Mican mit Berlin Oranienplatz eine Hommage an das zeitgenössische Berlin. Er erzählt von dem Versuch, herauszufinden, welches Leben das Original und welches die Kopie eines anderen ist.
Text und Regie Hakan Savaş Mican Musikalische Leitung Jörg Gollasch Bühne Alissa Kolbusch Kostüme Sylvia Rieger Video Mikko Gaestel Dramaturgie Irina Szodruch, Holger Kuhla