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MADAME BOVARY im Theater Freiburg

Schauspiel nach dem Roman von Gustave Flaubert

Premiere: Samstag, 3. März 2007, 20.00 Uhr, Kleines Haus.

 

Emma Bovarys Sehnsucht nach einem erfüllten Leben ist eine sehr moderne. Ihr Leben will sie schreiben wie ein Buch, ihren Phantasien spricht sie mehr Wirklichkeit zu als der Realität, aber diese Phantasien sind durch Fiktionen geprägt.

 

Das Glück, das Emma sucht, wird sie niemals finden, weder bei ihren zwei Liebhabern noch im Konsumrausch, der sie in tiefe Schulden treibt. Am 3. März hat „Madame Bovary“ nach dem Roman von Gustave Flaubert im Kleinen Haus Premiere.

 

Mit subtiler Ironie dringt der Autor in die Sphäre weiblicher Phantasien ein, lässt den Leser pendeln zwischen gefühlvollem Mitleiden mit den Ausbruchsversuchen Emma Bovarys aus einer öden Provinzexistenz und dem gnadenlosen Blick von außen auf ihr Schicksal. Boshafterweise lässt der brillante Erzähler Flaubert seine Heldin schließlich wegen akuter Finanznot aus ihrem Liebestaumel erwachen – und nicht etwa aus Enttäuschung.

 

Jean-Paul Sartre bezeichnete Gustave Flaubert als „Idiot der Familie“, jenes schwer-fällige Kind, dem man nach dem Tod seiner beiden kleinen Geschwisterchen keine lange Lebensdauer zutraute.Weit gefehlt! Er ist zäh, er wächst heran zu einem Charmeur und Verführer, der alle fünf Jahre einen gut recherchierten, dicken Roman veröffentlichen wird. „Madame Bovary“ ist sein Meisterwerk, jenes „Buch über Nichts“, in dem Flaubert seine Heldin Emma an unerfüllter Sehnsucht nach „Leben“ zugrunde gehen lässt. Die Inszenierung von Meret Matter lotet genussvoll das Zirkulieren zwischen Wunsch und Wirklichkeit aus.

Regie                  Meret Matter 
Film                    Ulrike Lindemann
Bühne & Kostüme         Daria Kornyshewa                
Musik              Sibylle Aeberli / Shirley Anne Hofmann
Dramaturgie        Viola Hasselberg

mit: Rebecca Klingenberg, Elisabeth Hoppe, Dorothee Metz; Jens Bohnsack, Albert Friedl, Nicola Fritzen, Thomas Mehlhorn

             

Weitere Vorstellungen im Kleinen Haus:


Di 06./ Mi 07./ So 11./ Do 15./ Sa 17./ So 18. März 2007, jeweils 20 Uhr

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