Auch muss das Paar erkennen, dass der Mord sinnlos war, denn es gab einen zweiten Teil der Prophezeiung. Er galt den Söhnen von Macbeths einstigem Kampfgefährten Banquo. Sie seien es, die Macbeth nachfolgen würden. Tatsächlich bleibt das Königspaar kinderlos. Macbeth begreift, dass er keine Dynastie begründen wird und kämpft fortan blindwütig um den Machterhalt. Er vergisst alles, was ihm einst wichtig war, nur einer Gewissheit folgt er: Er will sich nicht für andere beschmutzt haben. Wenn sein Geschlecht keine Zukunft hat, soll keines eine haben. Er ist die Welt und seine Lebensspanne soll die ihre sein: »Ich habe die Sonne langsam satt, ich will, dass diese Welt ihr Ende hat.«
Macbeth ist das schwärzeste aller Dramen Shakespeares. Kein anderes erzählt so konsequent von der zerstörerischen Verführung durch Macht und von der Unmöglichkeit für den Menschen, sich ihr zu entziehen.
Regie Thorleifur Örn Arnarsson
Bühne Börkur Jónsson
Kostüme Karen Briem
Sounddesign und Komposition Gabriel Cazes
Komposition und Live-Musik Bendik Giske
Dramaturgie Judith Gerstenberg
Mit Lisa Natalie Arnold, Johanna Bantzer, Jakob Benkhofer, Sarah Franke, Philippe Goos, Daniel Nerlich, Henning Hartmann
Live-Musik Bendik Giske
21.10. So 17:00
27.10. Sa 19:30
04.11. So 19:30
09.11. Fr 19:30
22.11. Do 19:30
Bild: William Shakespeare
"Macbeth" von William Shakespeare - Schauspiel Hannover
Premiere 18.10.2018, 19:30
14.10.2018
Nur zwei Mal scheint die Sonne den Nebel zu durchdringen und vorübergehend Tag werden zu lassen. Schicksalsschwestern haben dem verdienstvollen Krieger Lord Macbeth den Thron verheißen. Doch die Erfüllung lässt auf sich warten und so hilft Macbeth nach, angestachelt von seiner Frau, der Lady Macbeth. Sie morden den amtierenden König im Schlaf und setzen sich an die Spitze des Staates. Doch das vergossene Blut färbt auf das Leben des Königspaars ab. Hatte es sich zunächst durch die gemeinsame Tat in besonderer Weise vereint gesehen, wird ihre Liebe durch die Geister der Toten zerstört.

