
Nach einer Tour quer durch die europäische Tanzszene kehrt die Basler Choreografin Tabea Martin an die Kaserne zurück und widmet sich gleich dem absoluten Evergreen-Thema. Ihre behutsam arrangierten Love Scenes lassen uns Raum für Schwärmereien und schaffen zugleich ein nachdenkliches Porträt einer individualistischen Gesellschaft auf der krampfhaften Suche nach Verbindung, in den kargen Zeiten der Liebe. Als Mythenentschlüsseler und Romantikverteidiger alter Schule steht ihr dabei Roland Barthes mit seinen Fragmente einer Sprache der Liebe zur Seite. Was uns die noch sagen können, wenn wir längst über toxische Beziehungen, FwB oder Polyamorie diskutieren? Zum Beispiel: “Wer verliebt ist, der wartet”.
Inspiriert von Roland Barthes Buch Fragmente einer Sprache der Liebe werden die Bruchstücke gesammelt, die – von Abhängigkeit bis Zugrundegehen – unser System der Liebe beschreiben.
Vier Tänzer*innen folgen anhand ständig wiederkehrender Liebesszenen ihren Zweifeln und kreieren Räume für Imaginäres: Es sind Menschen auf der krampfhaften Suche nach Verbindung in den kargen Zeiten der Liebe.
Choreografie/Konzept
Tabea Martin
Tanz
Domenico Doronzo, Lisa Hellmich, Neil Höhener, Marta Llopis Mollà
Dramaturgie
Moos van den Broek
Musik
Donath Weyeneth
Lichtdesign/Technische Leitung
Patrik Rimann
Kostüme
Yasmin Attar
Bühne
Myriam Müller, Kevin Peterhans
Assistenz Choreographie
Dominique Cardito
Recherche
Vlatko Kultzen
Oeil Exterieur
Sebastian Nübling
Vermittlung
Recha la Dous, Dominique Cardito
Produktion
Ramun Bernetta - Bernetta Theaterproduktionen
Koproduktion
Kaserne Basel
Vorstellungen bis 01. Juni 2024