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Isango Ensemble: "La Bohème" auf ARTE

19.02.2017

Sonntag, 26. Februar 2017, um 23.15 uhr. -----

Das südafrikanische Isango-Ensemble feiert weltweite Triumphe bei Theatergastspielen mit seinen südafrikanischen Bearbeitungen europäischer Opernstoffe. Einige davon werden dann als Spielfilme von ihrem Regisseur Mark Dornford-May aufwändig neu inszeniert. So adaptiert er die Handlung der tragischen Liebesgeschichte zwischen der „schwindsüchtigen“ Mimi und ihrem Rodolfo in Puccinis „La Bohème“ aus der Pariser Künstlerbohème des 19.Jahrhunderts in die südafrikanischen Townships von heute.

Und hier ist auch die Tuberkulose noch ein aktuelles Thema – sie ist weltweit immer noch die häufigste Todesursache bei Infektionskrankheiten, und die Townships sind eine der am meisten betroffenen Gegenden. Die Originalmusik wurde vom Isango-Ensemble auf südafrikanischen Instrumenten wie Marimbas und Steel-Pans neu arrangiert.

In dieser südafrikanischen Adaption von Puccinis Oper „La Bohème“ verlieben sich in den südafrikanischen Townships die beiden Studenten Mimi und Lungelo ineinander. Ihre Träume von einer glücklichen Zukunft finden ein jähes Ende, als Lungelo der Universität verwiesen wird und Mimi an Tuberkulose erkrankt. Zum alltäglichen Kampf ums Überleben kommt jetzt der Kampf um die medizinische Versorgung hinzu. Aber da Mimis Erkrankung zu spät erkannt wurde, hat das junge Paar keine Chance mehr. Am Ende stirbt sie – wie in Puccinis Vorlage – in den Armen ihres Geliebten.

Der Film spielt am 16. Juni, dem nationalen Gedenktag an das Massaker des Apartheidsystems an Schulkindern in Soweto 1976. In den Townships Südafrikas ist die Tuberkulose auch heute noch ein aktuelles Thema – sie ist weltweit immer noch die häufigste Todesursache bei Infektionskrankheiten,

und die Townships sind eine der am meisten betroffenen Gegenden.

Opernfilm, Regie: Mark Dornford-May

ZDF/AR TE, stephen Daldry, Mike Downey, Felix Blum

Deutschland/Südafrika 2014, 90 min.,

Erstausstrahlung

Die Sendung ist auch im Internet auf ARTE Concert zu sehen unter: concert.arte.tv

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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