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Geschlossene Gesellschaft - Tanztheater von Eva-Maria Lerchenberg-Thöny nach Jean-Paul Sartre im Staatstheater Braunschweig

Premiere am 31.Oktober 2009 um 19:30 Uhr im Kleinen Haus, Magnitorwall 18

 

»Die Hölle, das sind die anderen«, sagte Jean-Paul Sartre. »Jene also, denen wir nicht entkommen und die uns zur Verzweiflung treiben. Und wenn es keine Hoffnung mehr gibt und selbst der Tod uns nicht erlösen kann, dann sind wir in der Hölle.«

»Geschlossene Gesellschaft« von Eva-Maria Lerchenberg-Thöny ist ein auf drei Personen konzentriertes Experiment über die Untiefen der menschlichen Existenz, das die Menschen mit ihren Körpern zum Sprechen bringt und auf jede Ablenkung – man kann auch sagen: auf Erlösung, Erbarmen und Veränderung – verzichtet.

 

Zu Tango- und Walzerklängen mit Streicher- und Klaviermusik erzählt die Chefchoreografin des Tanztheaters das Drama über Ines, Estelle und Garcin, die in der Hölle schmoren. Jeder wird zum Folterknecht des Anderen. Die Protagonisten sind verstrickt in einen Kreislauf von Begehren, Macht und Gewalt. Nach der Uraufführung in München erhielt Eva-Maria Lerchenberg-Thöny für diese Choreographie den »Kunstförderpreis für Choreografie der Stadt München«, wurde zum Deutschen Evangelischen Kirchentag eingeladen, gastierte mit großem Erfolg in Österreich, Italien, Russland sowie Tunesien und wurde beim »Festival des Experimentellen Theaters« in Kairo mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem »Großen Preis der Internationalen Jury« von Peter Brook, Martin Esslin und Eugène Ionesco.

 

Inszenierung und Choreografie: Eva-Maria Lerchenberg-Thöny

Bühne und Kostüme: Peter Jeremias

Musik: Peter Ludwig (Tango Mortale Ensemble)

 

Es tanzen alternierend in den Rollen von Estelle: Mariella Argay und Daniela Indrizzi; von Ines: Jana Ritzen und Lana Amory sowie als Garcin: Jiri Kobylka und Ferdinand Holeva.

 

Weitere Vorstellungen: 05.11., 19:30 Uhr, 06.11., 19:30 Uhr, 08.11., 19:30 Uhr, 11.11., 19:30 Uhr, 12.11., 19:30 Uhr

 

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