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"Frostnacht" von Staffan Götestam im Theater der Altmark Stendal

30.04.2006

Premiere am 6. Mai 17 Uhr im Rangfoyer.

Warum wollte Maria sich umbringen? Warum spricht sie nicht?

Was hat es mit dem seltsamen Vogelwesen auf sich, das in ihren Zeichnungen immer wieder auftaucht?

Anna (Raphaela Crossey), eine Psychotherapeutin, versucht aus Maria (Jana Gwosdek), einem jungen Mädchen, herauszubekommen, was sie zu ihrem Selbstmordversuch veranlasst hat.

In sehr intensiven, teilweise bedrückenden Szenen, wird der seelische Zustand einer jungen Frau gezeigt, die durch sexuellen Missbrauch vom ganz normalen Alltag abgeschnitten ist. Der Wunsch der Eltern, den Schein der funktionierenden harmonischen Familie aufrecht zu erhalten, erdrückt die Tochter und zwingt sie in eine Aggressivität auch gegenüber Menschen, die ihr helfen wollen und der sie nur schwer entrinnen kann.

“Frostnacht“ ist ein klug aufgebautes Stück, das das Thema Missbrauch nicht vordergründig und oberflächlich abhandelt, sondern auf die Hintergründe und Zusammenhänge von sexuellem Missbrauch zielt. Nicht die Tat ist das Tabu, sondern das Sprechen darüber. Jugendlichen, die dieses Stück auch im Rahmen des Unterrichtes besuchen können, bietet das TdA im Anschluss an den Vorstellungsbesuch die Möglichkeit zu Gesprächsrunden.

In der Regie von Claudia Göbel und der Ausstattung von Brigitte Kofmel spielen weiter: Judith Jäger, Robert Bittner und Marcel Hoffmann. Karten für die Premiere gibt es noch unter 03931/ 635 777

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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