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FRONTGARDEROBE - Eine Revue von Jürgen R. Weber - Mainfranken Theater Würzburg

Premiere: 19. März 2015 | 20.00 Uhr | Kammerspiele. -----

Eigentlich haben Sie es geschafft. Die jüdischen Sängerinnen Rose und Rachel sind vor Beginn des Nazi-Terrors nach Amerika ausgewandert. Doch als sie zur Unterhaltung vor US-Soldaten auf französischem Boden auftreten, wendet sich ihr Glück.

 

Bei einem Angriff der Wehrmacht geraten sie auf die falsche Seite der Frontlinie und müssen sich nun als Sängerinnen der deutschen Truppenbetreuung ausgeben.

 

Die Vereinigung von Musik-, Tanz- und Wortbeiträgen zu einer Gesamtdarbietung – so lautet im Allgemeinen die Definition der Kunstform Revue. Und angesichts dieser charakteristischen Beschreibung lässt sich das Bühnengeschehen bei Frontgarderobe summarisch zusammenfassen als eine szenische Aneinanderreihung von bizarren Begebenheiten um zwei Show-Mädels in den Wirren des Zweiten Weltkrieges. Im Mittelpunkt der Ereignisse stehen Rose und Rachel, dargestellt von Anja Gutgesell und Barbara Schöller, die auf Grund von unvorhersehbaren Umständen bald die Kunst des Verstellens als Notwendigkeit zum Überleben begreifen lernen.

 

Mit zahlreichen Frontschlagern entführen Anja Gutgesell und Barbara Schöller, die dem Würzburger Publikum noch als famoses Bühnenduo in Garderobe Nr. 1 in Erinnerung sind, in die Zeit von Zarah Leander, Lale Anderson und Marlene Dietrich. Insbesondere die Rolle der letzten Künstlerin im Zweiten Weltkrieg inspirierte den Plot dieser Revue. Mit Hits wie „Ein Mann für mich“, „L’accordéonist“, „The boys in the backroom“, „We’ll meet again“, „The washing on the Siegfried Line“ und „Lili Marleen“ will Autor und Regisseur Jürgen R. Weber veranschaulichen, dass sich die Menschen auch in Kriegszeiten nach fröhlichen Melodien sehnen. Unabhängig davon berücksichtigte er bei seiner Songauswahl für dieses Bühnenwerk aber auch jene Lieder, die zur gleichen Zeit in Nazi-Deutschland geschrieben wurden und heute in ihrer propagandistischen Wucht betroffen machen. Bei allem Schwung und Witz, mit dem die beiden Sängerinnen ihre prekäre Lage meistern, werden ganz bewusst auch immer wieder Leid und Trauer anklingen, denn Krieg ist vor allem grausam – selbst in einer Revue.

 

TEAM

Inszenierung, Bühne und Kostüme: Jürgen R. Weber

Musikalische Leitung und Arrangements: Jeremy Atkin

Dramaturgie: Stephan Drehmann

 

MIT

Anja Gutgesell und Barbara Schöller

 

Theaterkasse telefonisch unter 0931/3908-124

E-Mail karten@theaterwuerzburg.de

 

Vorstellungen:

22.03./ 29.03./ 01.04./ 08.04./ 10.04./ 25.04./ 07.05./ 16.05./ 28.05./ 10.06./ 12.06./ 21.06./ 24.06./ 16.07./ 18.07./ 24.07.

 

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