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„Elektra“ - Ein Familienalbum von Rieke Süßkow - Berliner Ensemble

Premiere am 22. Oktober 2020, 20:00 Uhr im Neuen Haus.

16.10.2020

Gibt es jetzt eine Ablösung, einen Weg aus dem ewigen Kreislauf auszubrechen? Ist ein Systemwechsel möglich, so dass wir die Geschichte für die nächste Generation anders schreiben werden? Elektras Vater Agamemnon, König von Theben, kehrt aus dem Krieg heim. Seine Gattin Klytaimnestra hat in seiner langen Abwesenheit einen neuen Mann, Äigisth, an ihre Seite genommen und gemeinsam töten sie Agamemnon hinterrücks im Bade.

© JR Berliner Ensemble

An ihrem Grab schwört Elektra Rache – ein eisernes Versprechen, dem sie verschrieben ist und das ihr totgeglaubter Bruder Orest vollstrecken soll. Mit dem Tod Klytaimnestras erfüllt sich ein weiteres Mal der Fluch, der das Geschlecht der Atriden dazu verdammt immer und immer wieder zu töten. Agamemnon und Klytämnestra und die Geister der vielen Toten vor ihnen scheinen das Haus weiter zu beleben und erzeugen im Herrscherhaus von Theben trotz königlicher Gemächer eine bedrückende Enge.

Diesem verfluchten Haus nähert sich die Regisseurin Rieke Süßkow gemeinsam mit dem Ensemble in Ausdrucksformen auch jenseits von Sprache. Inspiriert von expressionistischen Arbeiten und Horrorfilmen untersucht sie körperliche Regel- und Formwerke, die Menschen voneinander entrücken können und eine stumme, wiederkehrende Gewalt bergen. Rieke Süßkow, die zum ersten Mal am Berliner Ensemble inszenieren wird, setzt ihre Beschäftigung mit einem musikalisch-bildlichen Erzählen fort, die sie mit einer viel beachteten "Medea"-Inszenierung begann.

    Regie: Rieke Süßkow
    Bühne: Marlene Lockemann
    Kostüme: Marlen Duken
    Musik: Sven Kaiser
    Choreografie: Dorothea Ratzel
    Dramaturgie: Karolin Trachte
 

Do 29.10.
20:00 Uhr
Restkarten
Fr 30.10.
20:00 Uhr
Restkarten
Sa 31.10.
20:00 Uhr
Restkarten
So 01.11.
18:00 Uhr
anschl. Publikumsgespräch mit zusätzl. Livestream mit Rieke Süßkow und Pınar Karabulut und Ensemble
Mi 11.11.
20:00 Uhr
Do 12.11.
20:00 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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