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EIN MASKENBALL von Giuseppe Verdi im STAATSTHEATER KARLSRUHE

A-Premiere 12.10.13 19.00, B-Premiere 16.10.13 20.00, GROSSES HAUS. -----

Die erste Opernpremiere der Spielzeit bringt – neben der Wiederaufnahme des Rigoletto – den Beitrag des STAATSTHEATERS zum Verdi-Jahr. Mit der Trias Rigoletto, Troubadour und La traviata hatte Verdi in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts seinen Durchbruch als führender Opernkomponist Italiens erreicht.

 

Ein Maskenball bedeutete noch einmal einen Schritt weiter: Hier wird das persönliche Schicksal des Schwedenkönigs Gustav III. in den gesellschaftlichen Verhältnissen verankert, so dass die Handlung eine tiefere Bedeutung gewinnt. Gustav war auch als „Theaterkönig“ bekannt und tanzte allzu leichtfertig über sein Leben hinweg. Seine Ermordung ausgerechnet bei einem Maskenball war ein idealer Stoff für den französischen Stückeschmied Eugène Scribe. Verdi wiederum sah darin den Rohstoff für eine Oper, doch die Kämpfe mit der Zensur in Neapel und später in Rom, die einen Königsmord nicht auf die Bühne lassen wollte, kosteten ihn viel Zeit und Nerven. Am Ende musste das Stück ins ferne Amerika verlegt werden. Heute ist es allgemein üblich geworden, zu den ursprünglichen Namen der Personen des Dramas zurückzukehren: Aus Graf Richard wird wieder König Gustav, aus René wird wieder Graf Anckarström, engster Berater und Freund des Königs, der ihn am Ende aus Eifersucht tötet.

 

Die Musik Giuseppe Verdis spielt mit tänzerischen Elementen: Nicht nur der König tanzt blind seinem Tod entgegen, sondern auch seine Gegner tanzen – altmodische Tänze, die ihre Stellung als Verlierer der Geschichte zum Ausdruck bringen, den untergehenden Adel, dem der König seine Privilegien genommen hatte.

 

Regisseur Aron Stiehl hat in Karlsruhe bereits Ritter Blaubart, Tannhäuser und Die Vestalin gestaltet und inszeniert gemeinsam mit Friedrich Eggert (der die Bühne von Der Vetter aus Dingsda ausstattete) und Doey Lüthi (verantwortlich für die Kostüme von Peter Grimes).

 

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

ML Johannes Willig

R Aron Stiehl

B Friedrich Eggert

K Doey Lüthi

C Ulrich Wagner

D Bernd Feuchtner

 

Mit Ks. Barbara Dobrzanska/Heidi Melton (Amelia), Emilie Hindrichs/Ks. Ina Schlingensiepen (Oscar), Ks. Ewa Wolak (Ulrica), Andrea Shin (König Gustav III. von Schweden), Seung-Gi Jung/Jaco Venter (Graf Anckarström), Lucas Harbour/Yang Xu /(Ribbing), Avtandil Kaspeli/Luiz Molz (Horn), Andrew Finden/Gabriel Urrutia Benet (Cristiano), Ks. Johannes Eidloth/Nando Zickgraf (Oberrichter), Jan Heinrich Kuschel (Ein Diener)

 

BADISCHER STAATSOPERNCHOR, Statisterie des STAATSTHEATERS KARLSRUHE, BADISCHE STAATSKAPELLE

 

Vorstellungen: 1./19.11., 26.12., 28.1.14, 20.2., 27.3., 5./12.4., 9./22.5., 6./11./27.6.

 

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