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"DIE MÖGLICHKEIT EINER INSEL" VON MICHEL HOUELLEBECQ - Berliner Ensemble

PREMIERE AM 9.10.2019, 19.30 Uhr, GROSSES HAUS

03.10.2019

Fünftes Jahrtausend: Unsere Erde ist infolge von Kriegen, Atomexplosionen und einer verschobenen Erdachse klimatisch und geologisch mutiert. Die Meere sind bis auf kümmerliche Reste von Wasser verschwunden. Zwei Menschenarten existieren noch: die Wilden, die vorzivilisatorisch in Ruinen des 21. Jahrhunderts vor sich hin vegetieren, und die Neo-Menschen, die isoliert in autarken Hightech-Stationen leben.

© JR Berliner Ensemble

Der Neo-Mensch, aus gentechnischen Experimenten einer religiösen Sekte entstanden, deckt seinen Energiebedarf durch Fotosynthese. Gefühle wie Liebe oder Hass sind ihm fremd, er kommuniziert virtuell und verfügt über keinerlei körperliche Kontakte. Wenn ein Neo-Mensch stirbt, wird zeitgleich in Central City anhand des gespeicherten genetischen Codes eine 18-jährige Kopie  erzeugt und so der Tod nivelliert. Der Erzähler Daniel, ein tieftrauriger Komiker, blickt – bereits zum 24. Mal geklont – zurück auf unsere untergegangene Welt.

"Die Möglichkeit einer Insel" ist nicht nur Science-Fiction, sondern auch ein Roman über die gnadenlose Angst vor dem  Altern in einer Gesellschaft, in welcher das letzte Tabu die  Unumkehrbarkeit der Vergänglichkeit ist. Der Abgrund zwischen dem obsessiven Jugendkult einer überalterten Gesellschaft und der Sehnsucht nach bedingungsloser Liebe lässt sich nicht mehr überbrücken, die Insel des Glücks bleibt Fiktion.            

    Regie/Bühne: Robert Borgmann
    Kostüme: Bettina Werner
    Musik: Rashad Becker
    Licht/Video: Carsten Rüger
    Dramaturgie: Amely Joana Haag

es spielen Constanze Becker Gerrit Jansen, Wolfgang Michael, Peter Moltzen und die neuen Ensemblemitglieder Jonathan Kempf und Cynthia Micas.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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