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"Die Jungfrau von Orleans" frei nach Friedrich Schiller, Theater Konstanz

Premiere Samstag 02.06.2018 - 20:00 Spiegelhalle

„Ach, es geschehen keine Wunder mehr", klagen die Franzosen erschöpft. Tatenlos sehen sie mit an, wie englische Truppen bereits weite Teile ihres Landes erobert haben. In Frankreich tobt der Hundertjährige Krieg und England steht kurz vor dem Sieg. Auch Orleans kann der englischen Belagerung kaum mehr standhalten, jeden Tag drohen die Truppen in die Stadt einzufallen. Während der französische Thronfolger hilflos und sich selbst bemitleidend seinen Verlust beklagt, macht es sich der englische König auf dem französischen Thron in Paris gemütlich.

 

Rettung kommt von unverhoffter Seite: Überzeugt von ihrer göttlichen Mission, stellt sich das vierzehnjährige Hirtenmädchen Johanna an die Spitze des Heeres und führt die Franzosen unerwartet in den Sieg.

Die Regisseurin Johanna Wehner stellt mit Friedrich Schillers romantischer Tragödie »Die Jungfrau von Orleans«  die Frage, was kann in unserer heutigen Gesellschaft die uneigennützige und heroische Tat einer Johanna von Orleans sein?  Eine Gesellschaft, die von Leistungsdenken und Profitgier angetrieben, sich selbst in einen Erschöpfungszustand bringt.  Für welche Werte und Überzeugungen stehen wir heute ein,  in einer Zeit, in der das Gemeinwohl der Individualisierung weicht und die zunehmende Entnarrativierung der Welt uns auf uns selbst zurückwirft?

Friedrich von Schiller (1759-1805), war ein deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Essayisten. Gleich mit seinem Theaterdebüt, dem 1782 uraufgeführten Schauspiel »Die Räuber«, gelang Schiller ein bedeutender Beitrag zum Drama des Sturm und Drang und der Weltliteratur. Er war durch Geburt Württemberger, wurde später Bürger von Sachsen-Weimar und danach zusätzlich französischer Staatsbürger.

Johanna Wehner wurde 1981 in Bonn geboren. Während des Studiums der Philosophie und Germanistik in Bonn und St. Andrews, Schottland, begann sie mit ersten Inszenierungen in der freien Szene. Nach dem Staatsexamen folgte das Studium der Opern- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie »August Everding« in München, das sie mit der Uraufführung des preisgekrönten Romans »Kürzere Tage« am Staatstheater Stuttgart abschloss. Johanna Wehner war von 2014 bis 2017 Oberspielleiterin in Konstanz. Sie inszenierte hier u.a. »Das Geisterhaus«, »Der Vater«, »Faust I« und »Faust II«. Darüber hinaus arbeitet sie in Freiburg, Jena, Wiesbaden und Frankfurt, wo sie 2016 die Uraufführung von Felicia Zellers »Zweite allgemeine Verunsicherung« inszenierte. 2017 erhielt sie den Deutschen Theaterpreis »Der Faust«.in der Kategorie Beste Regie im Schauspiel für »Die Orestie« am Staatstheater Kassel.

AUSSTATTUNG / BÜHNE: Johanna Wehner
KOSTÜME: Miriam Draxl
DRAMATURGIE: Laura Ellersdorfer

MIT: Johanna Link, Sylvana Schneider, Katrin Huke, Julian Härtner, Jörg DatheWEITERE: Lorenz Leander Haas, Steven Draffehn, Johanna Heep Rabea Schubert, Dorothea Jüttner, Miriam Schmid, Anna Theisen

NÄCHSTE VERANSTALTUNGEN

  •     Samstag 02.06 - 20:00 Spiegelhalle
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  •     Donnerstag 21.06 - 20:00 Spiegelhalle
     

 

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