Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DIE ERZÄHLUNG DER MAGD ZERLINE - Monolog nach Hermann Broch im Mainfranken Theater WürzburgDIE ERZÄHLUNG DER MAGD ZERLINE - Monolog nach Hermann Broch im Mainfranken...DIE ERZÄHLUNG DER MAGD...

DIE ERZÄHLUNG DER MAGD ZERLINE - Monolog nach Hermann Broch im Mainfranken Theater Würzburg

Premiere: 07. Mai 2011 | 20.00 Uhr | Kammerspiele. -----

 

Zerlines Lebensgeschichte enthüllt die Klassenunterschiede in einer Gesellschaft und handelt von Liebe, Lust, Abhängigkeit und Leidenschaft.

 

 

In ihrer Erzählung entführt die Magd in die längst vergessenen Zeiten der untergegangenen österreichisch-ungarischen Monarchie. Sie erinnert sich an ihre Jugend und an ihre große und lebenslange Liebe zum Baron. Für ihn ist Zerline aber nur ein Mittel zum Vergnügen. Von Rache besessen spannt die junge Zofe ihrer Herrin geschickt den heimlichen Geliebten aus. Doch hat sich das für sie gelohnt?

 

Regisseur Hermann Schneider diagnostiziert in seiner Inszenierung nicht die moralische und psychische Brüchigkeit einer herrschenden Klasse, sondern konzentriert sich vielmehr auf die Suche nach einer verlorenen Zeit. Maria Brendel verkörpert die, genau wie die Liebe selbst, alterslose Zerline, deren erotisches Prinzip sie jenseits bürgerlicher Moralvorstellungen repräsentiert. Die Vergangenheit wird in ihren Gedanken zur Gegenwart und nur die Erfahrungen und die Erlebnisse, sind das, was zählt.

 

Hermann Brochs letzter Roman „Die Schuldlosen“ erschien im Jahr 1950, kurz vor seinem Tod. Dieser besteht aus elf Erzählungen, darunter auch „Die Erzählung der Magd Zerline“, und setzt sich zeitkritisch mit den Jahren 1913-1933 auseinander. Thematisch beschäftigt sich der Roman mit der Situation und der Typologie der bürgerlichen Gesellschaft in Deutschland in der Zeit vor Hitler.

 

Inszenierung und Bühnenbild: Hermann Schneider

Kostüme: Götz-Lanzelot Fischer

 

 

Die Magd Zerline: Maria Brendel

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

EXPLOSIVE KLANGMISCHUNG -- "Eine florentinische Tragödie" von Alexander Zemlinsky bei NAXOS (BR KLassik)

Nicht sonderlich erfolgreich geriet die Stuttgarter Uraufführung der einaktigen Oper "Eine florentinische Tragödie" von Alexander Zemlinsky im Jahre 1917 unter der Leitung von Max von Schillings. In…

Von: ALEXANDER WALTHER

Die ganze Wahrheit? -- „True Crime“ - Andrey Kaydanovskiy | Hege Haagenrud | Demis Volpi in der Deutschen Oper am Rhein

Drei tänzerische Perspektiven zu Wahrheit und Fiktion: Andrey Kaydanovskiy „Chalk“, Hege Haagenrud „The Bystanders“, Demis Volpi „Non-Fiction Études“  

Von: Dagmar Kurtz

SZENEN OHNE ILLUSIONEN -- "Tosca" von Giacomo Puccini in der Staatsoper Stuttgart

Kann Kunst unsere Wirklichkeit beeinflussen? Diese Frage steht als zentrales Thema im Zentrum der Inszenierung von Willy Decker, dessen Figuren sich in Puccinis "Tosca" in einem schwarzen Kasten…

Von: ALEXANDER WALTHER

RETTET DIE FRAUEN! -- Premiere "Zertretung" von Lydia Haider im Schauspiel Nord STUTTGART

Die 1985 in Oberösterreich geborene Lydia Haider hat hier einen radikalen Text vorgelegt, der zuweilen an Rainald Goetz erinnert. Die zentrale Frage lautet: Wie geht man mit einem System um, das…

Von: ALEXANDER WALTHER

ATEMLOSE HÖHENFLÜGE -- SWR Symphonieorchester mit Busoni und Sibelius im Beethovensaal der Liederhalle/STUTTGART

Zwei unterschiedliche Zeitgenossen standen diesmal im Zentrum: Jean Sibelius und Ferrucio Busoni. Immerhin weiß man, dass beide in Helsinki Schumanns Klavierquintett in Es-Dur gemeinsam musizierten.…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑