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Die Autoren sind ausgewählt! Die neuesten Stücke aus Deutschland und Kroatien beim HEIDELBERGER STÜCKEMARKT 08

23.03.2008

Für den Autorenwettbewerb des HEIDELBERGER STÜCKEMARKTS vom 02. bis 11.05 2008 sind nominiert: „Liv Stein“ von Nino Haratischwili, „Glut“ von Anita Hansemann, „Memory (morgen war gestern)“ von Christopher Kloeble, „Lilly Link“ von Philipp Löhle, „Fenster zur Nacht“ von Anna Maria Krassnigg, „Mein Teppich ist mein Orient“ von Polle Wilbert, sowie aus dem Gastland Kroatien: „Fragile!“ Tena Štivičić, „Die Frau ohne Körper“ von Mate Matišić und „Drähte und Rasierklingen“ von Elvis Bošnjak.

An den drei Autortagen und –nächten (03., 04. & 09. Mai) werden die nominierten Autorinnen und Autoren mit ihren aktuellen Stücken um vier Förderpreise konkurrieren, darunter der mit 10.000.- Euro dotierte Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts und der vom Land Baden-Württemberg gestiftete Europäische Autorenpreis.

Die Stücke werden in neun Lesungen vorgestellt und von einer fünfköpfigen Fachjury ausgezeichnet. Die Jury besteht aus Sabina Dhein (Intendantin Theater Erlangen), Antonia Lahmé (Kulturstiftung des Bundes), Volker Schmidt (Heidelberger Autoren- und Publikumspreisträger 07), Hartmut Krug (freier Theaterkritiker) sowie Axel Preuß (Künstlerischer Leiter Heidelberger Stückemarkt). Die Preisverleihung findet am 11. Mai statt. Vergeben werden der „Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts“, der „Europäische Autorenpreis“, der „Innovationspreis“ sowie der „Preis des Freundeskreises“, der per Publikumsvotum verliehen wird.

Für den deutschsprachigen Teil des Autorenwettbewerbs wurden über 70 Stücke eingereicht. Vorschlagsberechtigt waren ausschließlich Bühnenverlage, die Studiengänge für Szenisches Schreiben in Leipzig und Berlin sowie ehemalige Preisträger des Heidelberger Stückemarkts. Die vorgeschlagenen Autorinnen und Autoren dürfen maximal über fünf Uraufführungen verfügen, die eingereichten Stücke müssen zur Uraufführung frei sein und dürfen nicht älter als zwei Jahre sein.

Auffällig ist, dass die deutschsprachigen Stücke ganz unterschiedlichen Themen und Motiven folgen, wobei es zwei deutliche Tendenzen gibt. Zum einen rücken starke Frauen und weibliche Geschichten in das Zentrum des Interesses der Autorinnen und Autoren, zum anderen wird die schon seit Jahre bestehende dramatische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Turbokapitalismus entschieden fortgesetzt. Bei den kroatischen Stücke gibt es eine klare Tendenz zur Auseinandersetzung mit der eigenen jüngeren Geschichte und das heißt: mit dem jüngsten Krieg und seinen Folgen.

Um seine Ziele zur Förderung der deutschsprachigen Autorenlandschaft sowie des internationalen Kulturaustausches optimal zu erreichen, kooperiert der HEIDELBERGER STÜCKEMARKT 08 mit wichtigen Partnern wie dem Goethe-Institut Kroatien, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg oder der Dramaturgischen Gesellschaft Berlin.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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