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Deutschsprachige Erstaufführung: DIE GLUT von Christopher Hampton nach einem Roman von Sándor Márai im Schauspielhaus Graz

27.11.2009

Premiere 4. Dezember um 19.30 Uhr, Hauptbühne

In einem ungarischen Schloss im kriegserschütterten Europa der 1940er Jahre erwartet Henrik, ein General der k.u.k Armee im Ruhestand, die Ankunft Konráds.

Es ist die erste Begegnung des Freundespaars seit mehr als vierzig Jahren. Nach einer seltsamen Begebenheit, die sich während eines Jagdausflugs ereignete, verließ Konrád damals über Nacht und ohne eine Nachricht zu hinterlassen seine Heimat und floh in die Tropen. Nun sehen sich die beiden Freunde als alte Männer wieder, um sich ein erstes Mal mit den folgenschweren Geschehnissen aus ihrer Vergangenheit zu konfrontieren.

Henrik hofft, in dieser Nacht die Antworten zu erhalten, auf die er seit Jahrzehnten wartet. Sein Freund aber kontert mit Schweigen. Es kommt zu keiner Aussprache. Stattdessen entwickelt sich aus dem nächtlichen Gespräch eine wortreiche Suche Henriks nach den Fragen der Liebe, Schuld und verratenen Freundschaft.

Sándor Márais berühmtester Roman erschien bereits 1942, doch erst ein halbes Jahrhundert später wurde er zum Welterfolg. Die Bühnenadaption des britischen Dramatikers und Drehbuchautors Christopher Hampton (Gefährliche Liebschaften) erlebte seine Uraufführung 2006 in London. Im Rahmen der deutschsprachigen Erstaufführung kehrt, erstmals seit mehr als vierzig Jahren, Helmuth Lohner ans Schauspielhaus Graz zurück.

Zum Autor

Sándor Márai, geb. 1900 in Kaschau, Österreich-Ungarn, publizierte zunächst auf Deutsch, ab 1928 ausschließlich in ungarischer Sprache. Er gilt als einer der bedeutendsten ungarischen Schriftsteller, Lyriker und Dramatiker. Neben Die Glut zählen zu seinen berühmtesten Romanen: Wandlungen einer Ehe, Die Gräfin von Parma und Das Vermächtnis der Eszter. 1989 schied er in Los Angeles freiwillig aus dem Leben.

Zum Regisseur

Ingo Berk, geb. 1975 in Mainz, inszenierte an der Schaubühne Berlin (die Uraufführungen zweier Stücke von Marius von Mayenburg), am schauspielhannover (Kleists Prinz Friedrich von Homburg und die Uraufführung von Anja Hillings Schwarzes Tier Traurigkeit), am Schauspiel Bonn (zuletzt O’Neills Eines langen Tages Reise in die Nacht) und im Rahmen des Young Directors Project der Salzburger Festspiele.

Am Schauspielhaus Graz inszenierte er u. a. Oedipus von Sophokles und Joseph Roths Radetzkymarsch. Neben Die Glut inszeniert Ingo Berk in der Spielzeit 2009/2010 Onkel Wanja auf der Probebühne des Schauspielhaus Graz.

Inszenierung Ingo Berk

Bühne Damian Hitz

Kostüme Renáta Balogh

Musik Patrik Zeller

Dramaturgie Andreas Karlaganis

Mit Gerhard Balluch, Helmuth Lohner, Gerti Pall

Weitere Vorstellungen am 9., 10., 15., 23. und 27. Dezember 2009 sowie am 9.,13. und 15. Jänner 2010, jeweils 19.30 Uhr, Hauptbühne.

Tickets

T 0316 8000, F 0316 8008-1565 - E tickets@buehnen-graz.com

I www.schauspielhaus-graz.com

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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