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"Der Spieler" von Fjodor M. Dostojewskij - Thalia Theater Hamburg,

Premiere am 27. November 2016, 19:00 Uhr im Thalia Gaußstraße. -----

Im Kurort Roulettenburg geht es zwischen Hotel und Casino vor allem um: GELD. Es regiert diese Welt der Ausschweifung, verspricht neben gesellschaftlicher Anerkennung Intensität und unendlichen Rausch, lässt all die Schulden vergessen, auf die diese Scheinwelt aufgebaut ist.

Im Moment des Spielens wird jede drückende Abhängigkeit überwunden, das Unmögliche erscheint wirklich, Freiheit pur, grenzenlos – bis es heißt „Rien ne va plus“ und die Kugel rollt, der Zufall entscheidet. Dafür wird mit allem gedealt, was liquide macht, um sich weiterhin den vorgetäuschten Reichtum vorspielen zu können. Da wird der Familienschmuck verscherbelt – und auch Liebesbeziehungen sind ihr Geld wert, eine mögliche lukrative Heirat ist eine Option und die Frauen setzen sich selbst als Kapital ein oder werden von anderen dazu genötigt.

 

Der mittellose Alexej lebt als Hauslehrer in der Familie eines bankrotten russischen Generals, der ungeduldig auf die Nachricht des Todes einer Erbtante wartet – seine letzte Chance, den totalen Ruin abzuwenden. Seine Stieftochter Polina ist ausgerechnet mit dem Franzosen liiert, der der Gläubiger des Generals ist. Aus Liebe zu Polina versucht Alexej, das nötige Geld für eine bessere Zukunft am Roulettetisch zu beschaffen, für die Liebe, für das Leben, alles soll sich ändern. Aus der Liebe wird Trieb und schließlich Spielsucht. Und die ewige Illusion: morgen, morgen wird alles besser. Morgen kommt das große Glück! Und so lange sich noch etwas Geld auftreiben lässt, wird die Kugel rollen. Bis nichts mehr geht.

 

„Der Spieler“, der autobiografische Züge trägt, entstand 1866. Dostojewski hatte sich zuvor seinem Verleger gegenüber verpflichtet, einen Roman zu einem festen Termin zu liefern, weil er dringend Geld brauchte. Als er unter Zeitnot geriet, engagierte er Anna Snitkina, eine Stenographin, der er in 26 Tagen seinen Roman „Der Spieler“ diktierte. Vier Monate später heiratete er sie.

 

Regie Jan Bosse

Musik Jonas Landerschier

Bühne Stéphane Laimé

Kostüme Kathrin Plath

Dramaturgie Gabriella Bußacker

 

Darsteller

Alicia Aumüller (Polina)

Stephan Bissmeier (General)

Romy Victoria Lambez (Blanche)

Jonas Landerschier (G/Croupier)

Karin Neuhäuser (Die reiche Tante)

Sven Schelker (de Grieux)

Steffen Siegmund (Mr. Astley)

Sebastian Zimmler (Alexej)

 

Fr, 02.12.2016 20:00 Uhr

Sa, 03.12.2016 20:00 Uhr

Fr, 23.12.20162 0:00 Uhr

Di, 27.12.2016 20:00 Uhr

 

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