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"Das Missverständnis" von Albert Camus im Bayerischen Staatsschauspiel München

Premiere 25. Februar 2011 im Cuvilliés Theater

 

Martha träumt vom Meer. Doch ihre Wirklichkeit ist eine düstere Pension in einem grauen böhmischen Dorf, die sie mit ihrer Mutter betreibt.

Weil der Traum von einem anderen, helleren, freieren Leben mit den Einkünften aus der Gastronomie nie wahr werden könnte, haben sich Martha und die Mutter auf einen einträglichen Nebenerwerb spezialisiert: Unbegleitete männliche Pensionsgäste bekommen eine Tasse vergifteten Tee, der sie betäubt, und werden dann von den beiden Frauen unter Zurücklassung der Brieftasche im Fluss entsorgt.

 

Die Mutter ist des Mordens müde, und nur ein letzter Gast soll noch ausgenommen werden, bevor die beiden das Hotel schließen und in die Ferne ziehen wollen. Gerade an diesem Tag kommt Jan ins Dorf, der vor zwanzig Jahren nach Afrika ausgewanderte Sohn und Bruder. Er gibt sich nicht zu erkennen, und niemand erkennt ihn. Ein furchtbares Missverständnis nimmt seinen Lauf.

 

In seinem 1944 uraufgeführten Stück verbindet Camus einen Komödienplot, Techniken der antiken Tragödie und seine eigenen Erkenntnisse über die Absurdität der menschlichen Existenz zu einem Schauerdrama aus dem alten Europa in Zeiten von Krieg, Not und Sinnlosigkeit, das verblüffenderweise gerade durch seine Ernsthaftigkeit den Humor nicht verliert.

 

Mit Ulrike Arnold Katharina Hauter Anne Schäfer Felix Klare

 

Regie Jan Philipp Gloger Bühne Franziska Bornkamm

Kostüme Karin Jud Musik Kostia Rapoport

 

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